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27. 05. 2012
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Energiewende 2011: Alternative Energien und Kohle legen zu


05.11.2011 11:51 von:

Schlagwörter: Köln,Energiebilanz,Arbeitsgemeinschaft,2011,November,Prognose,Jahresverbrauch,Öl

Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) prognostiziert für dieses Jahr einen leichten Rückgang des Energieverbrauchs in Deutschland. Wenn nicht zum Ende des Jahres eine lang anhaltende Kälteperiode diese Bilanz im wahrsten Sinne des Wortes verhagelt, dürfte der Energieverbrauch in diesem Jahr gegenüber dem Vorjahr um rund vier Prozent zurückgehen. Die Jahresprognose basiert auf einer Hochrechnung auf Basis der ersten neun Monate. Bis Ende September lag der Energieverbrauch in Deutschland bei 9.808 Petajoule (PJ) oder 334,6 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE) und damit um 4,2 Prozent unter dem Wert des Vorjahres.

Der Rückgang des Energieverbrauchs ist jedoch zu einem geringen Anteil auf Energieeinsparungen zurückzuführen. Vor allem die günstigen Witterungsbedingungen in diesem Jahr – im Vergleich zum Vorjahr – haben sich demnach dämpfend auf die Energiebilanz ausgewirkt. So waren beispielsweise die ersten drei Monate dieses Jahres deutlich milder als das erste Quartal 2010. Dabei kam es auch zu Verschiebungen im so genannten „Energiemix“. Während der Mineralölverbrauch in diesem Jahr um rund 3,3 Prozent, der Gasverbrauch um neun Prozent und der von leichtem Heizöl sogar um 18 Prozent zurückging, konnten alternative Energiequellen ihren Anteil am Energiemix weiter ausbauen. Gestiegen ist auch der Anteil des Energieträgers Steinkohle, der vor allem bei der Stromerzeugung zum Einsatz kommt. Großkunden aus der Stahlindustrie forderten fünf Prozent mehr von diesem Energieträger, eine Auswirkung der derzeit guten Konjunktur. In den Kraftwerken selbst sank der Kohleverbrauch um rund zwei Prozent. Braunkohle, der Brennstoff mit der schlechtesten Energiebilanz, erhöhte seine Absatzmenge dank gestiegener Förderleistungen um 2,7 Prozent, so die Energieexperten der Arbeitsgemeinschaft.

Keine Überraschung war hingegen die rückläufige Bedeutung der Kernenergie am gesamten Energieverbrauch. Nachdem die Bundesregierung die Abschaltung der ersten Atommeiler bereits im Sommer dieses Jahres umgesetzt haben, sank die Energiemenge aus den verbleibenden Atommeilern um mehr als ein Fünftel (- 21 Prozent) und macht damit nur noch einen Anteil von rund neun Prozent am gesamten Energieverbrauch aus, so die Arbeitsgemeinschaft weiter. Dank des weiterhin kräftigen Wachstums bei der Nutzung von Sonnenenergie durch Photovoltaik (+ 58 Prozent) sowie Windkraftanlagen (+ 16,5 Prozent) stieg der Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtverbrauch auf 10,5 Prozent. Das ist nicht weniger als ein Paradigmenwechsel, erstmals sind alternative Energien wichtiger als Atomenergie. Die Energiewende hat demnach bereits in diesem Jahr begonnen und ist weiterhin in vollem Gange.







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