27. 05. 2012
Seite drucken
Handwerk leidet unter Umsatzrückgang
Nach amtlichen Statistiken ist der Umsatz im nordrhein-westfälischen Handwerk im zweiten Quartal 2009 auf Jahresbasis um 9,9 Prozent zurückgegangen. Auch die Zahl der in den Handwerksbetrieben beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ging zurück, wenn auch mit 1,5 Prozent deutlich glimpflicher. Das teilte das Statistische Landesamt IT.NRW am gestrigen Donnerstag in einer Presseerklärung mit.
Besonders betroffen von der Krise sind demnach Handwerksbetriebe aus dem Bauhauptgewerbe. Hier stellten die Landesstatistiker einen Umsatzrückgang von 16,9 Prozent fest. Noch schlechter erging es im zweiten Quartal den Betrieben für den gewerblichen Bedarf. Hier sanken die Umsätze mit 21 Prozent sogar noch stärker. Handwerksbetriebe im Lebensmittelgewerbe waren mit einem vergleichsweise geringen Umsatzrückgang von 0,7 Prozent nur unterdurchschnittlich betroffen. Auch bei Handwerksbetrieben für den privaten Bereich gingen die Umsätze mit 1,7 Prozent nur geringfügig zurück.
In dieser Statistik wurden nur Betrieben mitgezählt, die zulassungspflichtige Handwerksberufe ausüben. Der Leiter des Betriebs muss dazu grundsätzlich einen Meistertitel vorweisen, wie die Landesstatistiker ausführten. Am kommenden Dienstag veröffentlicht die Kölner Handwerkskammer HWK die Ergebnisse der neuesten Konjunkturumfrage. Im zweiten Quartal dieses Jahres konnten die beginnenden Sanierungs- und Umbaumaßnahmen aus dem zweiten Konjunkturprogramm der Bundesregierung dabei noch nicht wirklich mitberücksichtigt werden. In den meisten Kommunen und Bundesländern wurden in dieser Zeit gerade erst die notwendigen Beschlüsse gefasst.

























