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27. 05. 2012
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Handwerk zieht positive Bilanz des Jahres 2011


06.02.2012 09:30 von:(red)

Schlagwörter: Handwerkskammer,Konjunktur,Wachstum,Jahresbilanz,Handwerkskammer

In einigen Bereichen des Handwerks wuchs der Umsatz im vergangenen Jahr zweistellig. Die Kammer zeigte sich am vergangenen Freitag zufrieden mit dem zurückliegenden Jahr. Bild: Archiv Köln Nachrichten

Die Kölner Handwerkskammer hat das vergangene Jahr mit einer zufriedenstellenden Bilanz abgeschlossen. Die 32.905 Betriebe blicken dabei mit der überwiegendenn Mehrheit ihrer Mitglieder auf ein gutes Geschäftsjahr 2011 zurück. Wie die Kammerverantwortlichen am Freitag vergangener Woche bekannt gaben, hat sich der Umsatz der Handwerksbetriebe in der Region Köln/Bonn um rund fünf Prozent auf 15,4 Milliarden Euro erhöht. Alledings war das Wachstum durchaus ungleich verteilt. So profitierten vor allem die metallverarbeitenden und baunahen Handwerker von der guten Nachfrage im vergangenen Jahr. Hier gab es Zuwächse im zweistelligen Prozentbereich. „Die Krise des Jahres 2009 ist mehr als wettgemacht“, resümierte der Hauptgeschäftsführer der Kammer, Dr. Ortwin Weltrich.

Konjunktur bleibt auch 2012 im positiven Bereich

Auch für das laufende Jahr gab sich der Kammerverantwortliche optimistisch. Zwar werde sich das Wachstum in diesem Jahr verlangsamen, aber von einer Krise sei man weit entfernt. Grund für seinen Optimismus bezieht Weltrich auch aus der Tatsache, dass im vergangenen Jahr mehr als 1000 Neueintragungen für eine Dynamik im Handwerk sorgen. So wird die Förderung von Existenzgründungen auch in diesem Jahr wieder einer der Schwerpunkte sein. Denn die größtenteils kleinteilig organisierte Handwerkerschaft hat trotz der guten Konjunktur im zurückliegenden Jahr unterm Strich nur geringfügig mehr Stellen geschaffen. Nach Berechnungen der Kammer lag der Zuwachs bei der Beschäftigung bei rund einem Prozent. Dafür hatte das Handwerk im Krisenjahr 2009 durch relativ stabile Umsätze auch die Stammbelegschaften zahlreicher Betriebe halten können. Insofern war der Rückgang der Beschäftigung in dieser Zeit eher gering.

Kritik an Umweltzone und Rückwärtsgang der Landesregierung

Während das Konjunkturtprogramm der Bundesregierung, das im Dezember vergangenen Jahres auslief, in einigen Handwerksbetrieben für steigende Umsätze sorgte, bleiben allerdings auch kritische Töne. So stößt die in Köln geplante Aufweitung und Verschärfung der Umweltzone in zwei Stufen nach wie vor auf die Kritik der Kammer. „Das erhöht den Druck auf die Betriebe, neue Fahrzeuge, für die die Umweltplakette ausgestellt wird, anzuschaffen. Doch diese Plakette sagt nur etwas über die Feinstaubbelastung aus, das löst nicht das Problem mit den Stickoxiden“, kritisierte Weltrich. Leichte Nutzfahrzeuge, die die strengen Vorschriften der Euro-Abgasstufe 6 erfüllen gebe es jedoch erst ab 2014. Ansonsten habe die Umweltzone bisher „nichts“ zum Umweltschutz beigetragen, wiederholte Weltrich seine Kriik an dieser Maßnahme.

Zwar begrüßen die Haus- und Grundbesitzer die von der Landesregierung inzwischen zurückgenommene Verpflichtung zur Rohr- und Kanalsanierung nach einer obligatischen Dichtigkeitsprüfung. Doch die Kehrseite wird bei den Handwerksbetrieben sichtbar. Die hatten sich in den vergangenen Monaten mit teuren Gerätschaften für den erwarteten Ansturm auf die Fachbetriebe eingedeckt. Die durchschnittliche Investitionssumme lag pro Betrieb bei etwa 25.000 bis 40.000 Euro. Die Kehrtwende der Landesregierung, die von der Vorgängerregierung eingeführte obligatorische Prüfung zunächst auszusetzen, sorge für Missstimmung. Dass sich diese Investitionen nun für manche Betriebe nicht rechnen wird, habe bereits jetzt für Unmut gesorgt, wie Weltrich die Stimmung der rund 200 betroffenen Unternehmen diplomatisch umschrieb.







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