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27. 05. 2012
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IHK-Konjunkturbefragung: Stimmung steigt weiter


28.01.2011 21:36 von:

Schlagwörter: Köln,IHK,Konjunktur,Befragung,2011,Jahreswechsel,Hochstimmung,Geschäftslage,Gesc

Die Stimmung in der regionalen Wirtschaft könnte nicht besser sein. Angesichts der momentanen Konjunkturaussichten äußerten sich auch immer mehr Unternehmen im Kammerbezirk der Kölner IHK positiv zur Lage und den Aussichten für die kommenden sechs Monate. Kaum ein Wölkchen zeigt sich derzeit am Konjunkturhimmel. Fast die Hälfte aller befragten Unternehmen gibt sich optimistisch. Während die Beurteilung der konjunkturellen Lage seinen Aufwärtstrend schon seit dem Tiefpunkt der Krise im Jahr 2009 auch zum Jahresanfang 2011 fortsetzt, drehte auch die Erwartung der befragten Unternehmen in der aktuellen Umfrage wieder ins Plus. Im Herbst vergangenen Jahres war der Indexwert der Geschäftserwartungen leicht zurückgegangen. Mit einem Indexwert von fast 40 kommt die Beurteilung der aktuellen Lage derzeit an die Spitzenwerte des zurückliegenden Wirtschaftsaufschwungs der Jahre 2006 bis 2008 heran. Bei den Geschäftserwartungen liegen die Unternehmer bereits jetzt mit einem Indexwert von etwas weniger als 30 schon auf Rekordniveau. Die IHK rechnet damit, dass in diesem Jahr das hohe Niveau des Jahres 2008 wieder erreicht werden kann. Allerdings gilt dies nicht für alle Branchen und nicht durchgängig. Viele Unternehmen haben sich demnach darauf eingestellt, dass der eigentliche Höhepunkt der Rezession erst zur Jahreswende 2009/2010 kommen werde. Insofern spielt bei der Beurteilung der Stimmung auf der Aspekt der "Erleichterung" eine wesentliche Rolle, wie die Experten der Kammer in ihrem Konjunkturbericht ausführten.

Allerdings trübt das die gute Stimmung nur am Rande. 44,4 Prozent der Unternehmen im gesamten Kammerbezirk sind mit der derzeitigen Lage zufrieden, fast die Hälfte (48,8 Prozent) bezeichnen die derzeitige Geschäftssituation als befriedigend. Lediglich 8,8 Prozent, also weniger als jeder zehnte befragte Betrieb – beurteilt seine Geschäftslage als "schlecht". Der sich daraus ergebende Indexwert (Saldo von Optimisten zu Pessimisten) verbesserte sich seit der letzten Konjunkturumfrage um stolze 14,9 Punkte. Innerhalb eines Jahres hat der Indexwert damit 50 Punkte gutgemacht, wie die Kammer vorrechnet. Nicht ganz so euphorisch ist die Beurteilung der Geschäftserwartungen. Hier verzeichnete die IHK einen moderaten Anstieg auf 26,6 Punkte. 35,1 Prozent Optimisten standen dabei 8,5 Prozent Pessimisten gegenüber. Nahezu unverändert sind die Exporterwartungen (38,5 Prozent bezeichnen die Erwartungen als "gut") und die Beschäftigungspläne. Mit 29,3 Prozent erreicht der Anteil derjenigen, der über Neueinstellungen nachdenkt. 12,2 Prozent gehen dagegen eher von einem Personalabbau aus, die überwiegende Mehrheit rechnet nicht mit Veränderungen. Leicht gestiegen ist hingegen der Anteil der Unternehmen, die mehr investieren wollen. 13,9 Prozent nehmen davon Abstand.

Dass die Stimmung der Unternehmen in der Region trotz der weiter bestehenden Risiken auf diese Höhen anstieg, ist aus Sicht der Kammer "bemerkenswert". Dabei sind auch die Firmen durchaus risikobewusst. Vor allem die massiv steigenden Energie- und Rohstoffpreise, aber auch den Fachkräftemangel, die Arbeitskosten, die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und den Finanzierungsbedarf nennen die befragten Unternehmen als Unsicherheiten, wie die Kammer in der Umfrage festhielt. "Es ist fast unheimlich: Es mangelt eigentlich nicht an Risiken, doch zeigen sich die Einschätzung der Geschäftslage und die Erwartungen der meisten Unternehmen davon völlig unbeeindruckt", kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Ferger die Umfrage. Er sieht darin einen klaren Beweis für das Vertrauen der Unternehmer in den Aufschwung. Allerdings sollten die Unternehmen die guten Zeiten konjunkturellen Wachstums dazu nutzen, Rücklagen zu bilden. Auch sollten die strukturellen Probleme eines Betriebs konsequent angegangen werden, rät der Kammergeschäftsführer.







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