Wetter


Webtipps:
Ratgeber für Aktien können das Risiko in Grenzen halten.

Boersen News





Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter





27. 05. 2012
Seite drucken

IHK-Konjunkturprognose: Das Sommermärchen geht weiter


01.02.2009 22:43 von:

Schlagwörter: Wirtschaft,Konjunktur,IHK,Köln,Konjunkturumfrage,Sommermärchen,Wachstum,Aufschwu

Das Sommermärchen geht weiter", fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Herbert Ferger die Ergebnisse der Umfrage zusammen. Sowohl bei der Beurteilung der derzeitigen Lage als auch bei den Geschäftsaussichten für die kommenden sechs Monate deutet sich eine kräftige Fortsetzung des Konjunkturbooms an. Fast die Hälfte (47,8 Prozent) der insgesamt knapp 650 befragten Unternehmen stuften ihre derzeitige Geschäftslage als "gut" ein, der Anteil derer, die ihre Geschäftslage als "schlecht" bezeichneten, sank erneut leicht ab, diesmal auf 8,2 Prozent. Noch positiver lesen sich die Zahlen zu den Geschäftsaussichten. Hier sind es gar fast 92 Prozent, die ihre Aussichten stabil oder sogar noch besser sehen. Der Anteil der Optimisten stieg dabei erneut auf 31,2 Prozent.

Boom gewinnt weiter an Fahrt

Eine solche Entwicklung habe es lange nicht mehr gegeben, kommentierten die Konjunkturexperten der IHK. „In einigen Branchen erinnern die guten Werte und die prall gefüllten Auftragsbücher an die goldenen Zeiten der Ausnahmekonjunktur nach der Wiedervereinigung“, so Ferger. Investitions- und Personalpläne der befragten Unternehmen in der Region schüren die Hoffnung, dass der Aufschwung auf jeden Fall noch sechs bis zwölf Monate anhalten wird, möglicherweise sogar noch 18 Monate. In einigen Unternehmen und Branchen drohen sogar bereits erste Engpässe beim Rohmaterial und beim qualifizierten Personal. Dies könne zu stark steigenden Preisen und damit zu Anzeichen einer Überhitzung führen, warnt Ferger. Vor allem die Engpässe beim Personal machen dem IHK-Hauptgeschäftsführer Sorgen.

Invesitionsbereitschaft deutlich gestiegen - Doppelt so viele Industrieunternehmen wollen investieren

Industrie und Dienstleistungen waren auch im Frühjahr 2007 die Lokomotiven des Wachstums. Vor allem bei der Industrie mache sich die zunehmende Inlandsnachfrage bemerkbar, obwohl, wie Ferger einräumen musste, dass diese Branche noch stark vom Exportboom profitiere. Nur vorsichtig optimistisch äußerten sich Unternehmer der Transportbranche und des Einzelhandels. Vor allem die Erhöhung der Mehrwertsteuer zu Beginn des Jahres mache sich noch immer bemerkbar. Allerdings habe sich trotz dieser verhaltenen Einschätzung die Investitionsbereitschaft der Unternehmen weiter erhöht. Während nur noch 13,6 Prozent Investitionen aussetzen oder verschieben wollen, kündigten 33,8 Prozent der Unternehmen eine Erhöhung ihrer Investitionen in Deutschland an. Selbst in der bislang vorsichtigen Industriebranche habe sich der Anteil der investitionswilligen Unternehmen binnen weniger Monate auf 28 Prozent verdoppelt. Nur bei Dienstleistern ist dieser Anteil mit 40,5 Prozent noch höher.

Kritische Töne - nach der Reform ist vor der Reform


Bei aller Freude wiederholte die IHK in ihrem Konjunkturbericht die nach wie vor bestehende Notwendigkeit politischer Reformen. Zu den drängendsten Probleme gehören unverändert die Reform der sozialen Sicherungssysteme, deren zukünftige Finanzierung aus IHK-Sicht ungesichert bleibe. Auch die hohen Lohnkosten am Standort Deutschland (bedingt durch den weiterhin hohen Anteil der Lohnnebenkosten) könnten sich als Nachteil erweisen. Schließlich kritisierten die IHK-Experten auch die unlängst verabschiedete Unternehmenssteuerreform. Vor allem Personenunternehmen (überwiegend Unternehmen kleiner oder mittlerer Größe) seien vom Wegfall der degressiven Abschreibungsmöglichkeiten betroffen. Als positiv bezeichnete der Konjunkturbericht die Senkung der Körperschaftssteuer sowie die Begünstigung thesaurierter Gewinne für Personenunternehmen. Trotz der kritischen Töne überwiegt die Zuversicht, in ein (wirtschaftlich) goldenes Zeitalter einzutreten. Der derzeitige Aufschwung wertet die IHK daher als ersten Schritt zu einem nachhaltigen und langfristigen Wachstumspfad, so das abschließende Urteil der Konjunkturexperten.







Artikel Service



Köln Nachrichten - das topaktuelle Newsportal fü Köln und die Region
Köln Nachrichten - developed with TYPO3 by beuse und beuse