27. 05. 2012
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INSM warnt vor Voreiligkeit bei staatlichen Konjunkturmaßnahmen
Sie ist sogar schädlich, wie der arbeitgebernahe Verband am gestrigen Montag als Ergebnis einer Expertenbefragung präsentierte.
Die Sorgen sind berechtigt, immerhin erwarten 70 Prozent aller
befragten Experten eine solche Folge. Fast 95 Prozent gehen davon aus,
dass im Falle solcher Maßnahmen diese eher das Gegenteil dessen
bewirken, was sie zu erreichen vorgeben. Befragt wurden 44
Lehrstuhlinhaber von Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten sowie
Ökonomen aus anderen Forschungseinrichtungen. Bei den Antworten ließen
die Initiatoren neben Schätzwerten und multiple-choise-Antwortvorgaben
auch frei gewählte Antworten zu.
Maßnahmenbündel effizient eingesetzt bringt Nutzen
Allerdings räumte auch der arbeitgebernahe Zusammenschluss ein, dass
die derzeitige Krise von staatlicher Seite aus geregelt werde. Das
Zauberwort liegt allerdings in dem Adjektiv „effizient“. So schlagen
die Ökonomen ein breites ordnungspolitisches Maßnahmenbündel vor, das
die Funktionsfähige der Finanzmärkte sicherstellen soll. Für eine
Verbesserung der Bankenaufsicht sprach sich in einer offenen Frage fast
die Hälfte aller Befragten (18 Nennungen) aus. Auch die Erhöhung der
Eigenkapitalquoten und Maßnahmen die zur Verbesserung der Transparenz
bei Bankenbeitragen, erreichen ähnlich hohe Zustimmungswerte (15
Nennungen). Einig sind sich die Wirtschaftswissenschaftler darin, dass
vom Finanzmarktstabilisierungsgesetz der Bundesregierung eine
stabilisierende Wirkung auf den deutschen Finanzmarkt ausgeht (90,1
Prozent). Auch das Vertrauen der Bürger in den Finanzmarkt wird nach
Ansicht der Wissenschaftler durch das Gesetz gestärkt (70,5 Prozent).
Auswirkungen auf die Konjunktur seien durch das Finanzmarktpaket jedoch
in geringerem Maße zu erkennen (63,6 Prozent).
INSM für Steuererleichterungen
Vor dem Hintergrund der sich abschwächenden Konjunktur wurde auch nach
der potentiellen Wirkungsmacht konjunkturpolitischer Maßnahmen gefragt.
Hier sind sich Ökonomen einig, dass zur Belebung der Nachfrage
staatliche Eingriffe wie der Wegfall der Kfz-Steuer für Neuwagen (22
Prozent) ebenso wie Einmalzahlungen an Bürger nach Vorbild der
amerikanischen Steuerchecks (28,2 Prozent) eher ungeeignet sind.
Effektive Maßnahmen sind nach Meinung der Befragten eine Reduzierung
der Steuerlast auf mittlere und niedrige Einkommen (88,6 Prozent) und
die Einführung eines höheren Einkommensteuerfreibetrags (67,4 Prozent).
Damit wiederholt die Initiative eine Forderung, die auch bereits von
anderen Arbeitgeberorganisationen geäußert wurde. Allerdings zeigt sich
die derzeitige Regierung unter Kanzlerin Angela Merkel derzeit nicht
bereit, die derzeitigen Steuersätze zu senken.

























