27. 05. 2012
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IW Köln: Lohnstückkosten in Deutschland weiterhin hoch
In Deutschland ist Arbeit weiterhin ein teures Gut. Das sagt zumindest das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Hintergrund sind Behauptungen, die den geringen Lohnzuwächsen der vergangenen Jahre eine Mitverantwortung an der derzeitigen Krise geben. Doch die Volkswirtschaftler des IW sehen das anders, vielmehr ist das Gegenteil der Fall. Nach Rechnung des IW sind die so genannten Lohnstückkosten seit 1999 nahezu konstant geblieben. Im Rest Europas verzeichneten die Lohnstückkosten hingegen tatsächlich ein Anstieg der Lohnstückkosten von rund zwölf Prozent.
Allerdings zeigt der Vergleich mit Staaten wie Japan oder USA, dass hier die Lohnstückkosten deutlicn stärker gesunken sind. Das IW hat für beide Staaten im Vergleichszeitraum einen Rückgang um knapp 30 Prozent festgestellt. An der grundsätzlichen Konstellation habe sich somit nichts geändert, Produkte aus deutscher Fertigung haben weiterhin einen im internationalen Vergleich recht hohen Lohnkostenanteil. Nach Angaben des IW steht die Bundesrepublik damit auf Rang fünf. Zwar rücken manche europäischen Partner näher an Deutschland heran, dafür haben sich die USA und Japan deutlich von den deutschen Arbeitskosten entfernt. Der Abstand zu diesen beiden Volkswirtschaft in Sachen Lohnstückkosten beträgt inzwischen rund ein Viertel.


























