27. 05. 2012
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IW-Konjunkturprognose: Wachstum in 2010 bei voraussichtlich 3,25 Prozent
Die Wirtschaft brummt. Auch wenn noch immer einige Stimmen davon reden, dass der Stand vor der großen Krise im vergangenen Jahr nicht aufgeholt sei, bleibt die Konjunktur in der deutschen Wirtschaft robust. Das hat am heutigen Montag auch das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln bestätigt. In der jüngsten Prognose zum Wirtschaftswachstum soll nach Schätzungen der Kölner Wirtschaftsforscher das reale Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 3,25 Prozent zulegen. Und auch im darauf folgenden Jahr ist erst einmal kein Ende der guten Stimmung in der Wirtschaft in Sicht. Die Kölner Konjunkturexperten rechnen dann mit einem Wachstum von immerhin noch zwei Prozent. Der Aufschwung ist auch aufgrund der guten Stimmung im Exportgeschäft zustande gekommen. Bereits im laufenden Jahr soll der Außenhandel der Bundesrepublik mit einem Wachstum von 15,5 Prozent bei den Importen und sogar 16,5 Prozent bei den Exporten den Stand des Vorkrisenjahres wieder erreichen.
Neben den Ausfuhren waren aber auch die Investitionen und der private Konsum Treiber des Wirtschaftswachstums. So steigen die realen Ausrüstungsinvestitionen in diesem Jahr trotz nicht voll ausgelasteter Produktionskapazitäten um 8,25 Prozent; im kommenden Jahr dürfte das Plus immerhin noch 6,5 Prozent betragen. Und auch die Verbraucher tragen ihren Anteil zum Aufschwung bei: Auch ohne Abwrackprämie geben sie in diesem Jahr real genauso viel Geld aus wie im vergangenen – die sinkende Arbeitslosigkeit und die steigenden Einkommen haben das möglich gemacht. Im kommenden Jahr soll der private Konsum sogar um ein Prozent steigen, trotz höherer Sozialausgaben und Transferkürzungen, wie die IW-Forscher weiter erläuterten. Damit würde der private Konsum, also die Binnennachfrage, nach Einschätzung der Kölner Wirtschaftsexperten die "Konjunkturführung" übernehmen.

























