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27. 05. 2012
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IW-Prognose 2010: Wirtschaft kehrt auf Wachstumspfad zurück


21.09.2009 10:50 von:

Schlagwörter: Köln,Konjunkturprognose,2010,Wachstum,IW,Institut der Deutschen Wirtschaft

Bereits in den vergangenen Wochen häuften sich die Anzeichen dafür, dass die Wirtschaftskrise überwunden ist. Diese Hoffnung erhält nun durch die aktuelle Konjunkturprognose des in Köln ansässigen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) neue Nahrung. Nachdem die deutsche Wirtschaft in diesem einen Rückgang des realen Bruttoinlandsproduktes von 4,5 Prozent hinnehmen musste, soll die Wirtschaftsleistung im kommenden Jahr wieder um 1,5 Prozent ansteigen. Treibende Kraft ist nach Meinung der Kölner Konjunkturforscher der Außenhandel. Nach einem Rückgang der deutschen Exporte von 15 Prozent im laufenden Jahr, könnte der Außenhandelsumsatz im kommenden Jahr wieder um fünf Prozent steigen. Es bleibt aber ein Wermutstropfen. Das in Deutschland starke Produzierende Gewerbe mit Investitionsgütern wird sich deutlich langsamer als der Außenhandel von der Krise erholen. Nach einem Minus von 22 Prozent in diesem Jahr, rechnen die Auguren des IW im kommenden Jahr mit einem gebremsten Wachstum von gerade mal einem halben Prozent, wie das IW am heutigen Montag verkündete.

Schlechte Nachrichten auch für den deutschen Arbeitsmarkt. Im Jahresdurchschnitt dürfte sich die Zahl der Arbeitslosen deutlich auf rund 4,2 Millionen erhöhen. Das wären damit rund 700.000 Menschen mehr, die im kommenden Jahr ihren Job verlieren werden. Die Wirtschaftskrise kommt damit mit einiger Verzögerung auf dem Arbeitsmarkt an. Die Arbeitslosenquote von derzeit rund acht Prozent dürfte sich nach Schätzung der Konjunkturforscher auf dann 9,5 Prozent erhöhen. Eine gegenläufige Entwicklung prognostizieren die IW-Experten für den privaten Konsum. Während der in diesem Jahr trotz Wirtschaftskrise und Skepsis sogar leicht um ein halbes Prozent steigen wird, gehen die Konjunkturforscher des IW im kommenden Jahr von einem leichten Rückgang der privaten Nachfrage aus.

IW-Chef Dr. Michael Hüther bestätigte damit zugleich die Kernaussagen der eigenen Prognosen aus den vergangenen Monaten. Die zu Jahresbeginn ausgesprochen pessimistischen Voraussagen der Wirtschaftsforscher würden nunmehr einer realistischeren Betrachtung Platz machen. Die eigenen Prognosen von Frühjahr würden mit dieser aktuellen Einschätzung allerdings nur in Detailfragen korrigiert, wie Hüther bekundete. So haben sich unter anderem auch die finanzwirtschaftlichen Rahmenbedingungen inzwischen wieder verbessert. "Die Aufräumarbeiten in den Bankbilanzen sind vorangekommen, und die Finanzmärkte haben sich hinsichtlich der geldpolitischen Impulse als aufnahmefähig erwiesen", bescheinigte Hüther der Finanzwirtschaft. Die viel zitierte Kreditklemme sei dabei "bisher nur schwer zu identifizieren", so Hüther weiter. Außerdem zeigten sich viele Unternehmen deutlich robuster als zunächst befürchtet. Lob zollte Hüther der konzertierten finanzpolitischen Maßnahmen der Weltgemeinschaft. Die expansive Geld- und Zinspolitik habe sich als richtig erwiesen, da sie den Reparaturprozess der Banken unterstützt habe, so der IW-Chef abschließend.







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