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27. 05. 2012
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KMU-Konjunkturbarometer: Sonnenschein mit einzelnen Wolken


25.08.2011 01:01 von:

Schlagwörter: Köln,Konjunkturbarometer,IHK,KMU,2011,Umfrage,Stimmung,Geschäftslage,Geschäftser

Die Konjunktur in Deutschland und der Region Köln läuft derzeit auf Hochtouren. Auch wenn im Sommer erste Anzeichen einer konjunkturellen Abkühlung den Horizont eintrüben, bleibt die Stimmung auf einem hohen Niveau. Fast ein Drittel der befragten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Kammerbezirk (31 Prozent) sind mit der derzeitigen Geschäftslage zufrieden. Im vergangenen Jahr lag dieser Anteil noch bei etwas weniger als einem Viertel (24 Prozent). Umgekehrt bewerteten noch immer 16 Prozent ihre aktuelle Lage als "schlecht" an, rund sechs Prozent weniger als bei der letzten KMU-Befragung. Doch gerade die kleinen Unternehmen benötigen deutlich länger, bis das Wachstum auch bei ihnen ankommt, räumte der Hauptgeschäftsführer der Kammer, Dr. Herbert Ferger, am heutigen Mittwoch bei der Vorstellung des Konjunkturbarometers ein. Vor allem der klassische Mittelstand mit Betriebsgrößen zwischen 20 und 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern meldet gute Werte. So stufen 59 Prozent der befragten Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern die Lage als positiv ein. Bei Unternehmen mit mehr als sieben Mitarbeitern lag dieser Anteil bei immer noch 40 Prozent. Bei Kleinbetriebe mit weniger als sechs Mitarbeitern sinkt der Anteil der positiv Gestimmten gar auf 32 Prozent ab. Das ist zwar eine Steigerung, zeigt aber unverändert ein deutliches Gefälle.

Ein ähnliches Bild bietet sich bei der Abfrage nach den Aussichten. Insgesamt betrachtet sind sie stabil. Mehr als ein Viertel der Befragten (26 Prozent) ist nach wie vor optimistisch, dass auch in den kommenden sechs Monaten eine weitere Verbesserung eintritt. Lediglich elf Prozent sind da eher pessimistisch. Während ab einer Betriebsgröße von 50 Mitarbeitern der Anteil der Optimisten bei 43 Prozent liegt, sind es bei Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten nur noch 36 Prozent. Kleinstbetriebe mit maximal drei Mitarbeiter schrumpft der Anteil der Optimisten gar auf 24 Prozent. Allerdings ist das Saldo und folglich auch der sich daraus ergebende Indexwert deutlich im positiven Bereich. Lediglich elf Prozent der Kleinstunternehmen rechnen für die kommenden sechs Monate mit einer Verschlechterung der Konjunkturlage. Trotz dieses Gefälles nach Betriebsgröße kommt der Aufschwung der vergangenen Monate in immer mehr Betrieben an.

Angesichts der unsicheren Zukunft, den vielen ungelösten Problemen wie Staatsverschuldung, Eurokrise und den ersten Wetterleuchten einer an Schwung verlierenden Weltwirtschaft warnte der IHK-Chef vor zusätzlichen Belastungen. So stehen nach wie vor viele Unternehmen in einem harten Preiswettbewerb, die Margen werden in vielen Branchen durch gestiegene Energie- und Transportkosten belastet. "In vielen Branchen bleiben die Margen unter Druck. Dies muss gerade dann, wenn man über neue Belastungen nachdenkt, berücksichtigt werden", kommentierte Ferger die Erkenntnisse der Marktbefragung. Wie schon bei der letzten Studie bestätigt sich die Einschätzung, dass vor allem kleine Unternehmen erst mit Zeitverzögerung auf die Konjunktur-Lokomotive aufspringen.

Im Arbeitsmarkt setzt sich der Trend der Entspannung weiter fort. 15 Prozent wollen neues Personal einstellen, 14 Prozent jedoch haben Schwierigkeiten, offene Stellen mit geeigneten Bewerberinnen und Bewerber zu besetzen. Die Mehrheit ist mit der Standortqualität zufrieden, rund zwei Drittel (67 Prozent) antworteten jedoch mit der Bewertung "eher zufrieden". Ein Dauerthema bleiben die Aspekte Sauberkeit/Sicherheit und Verkehrswege. Weniger als die Hälfte der Befragten (42,5 Prozent) zeigten sich mit dem Zustand der Verkehrswege zufrieden. Noch schlechter war der Wert für die Sicherheit und Sauberkeit im Umfeld. 52 Prozent bewerten die Sauberkeit als negativ, lediglich acht Prozent sind damit zufrieden. 22 Prozent sehen Defizite in punkto Sicherheit. Dieser Anteil lag bei Industriebetrieben an dezentralen Standorten sowie im Gastgewerbe deutlich höher, berichtete die Kammer abschließend.

Die komplette Studie finden sie auch als kostenlosen Download unter: www.ihk-koeln.de.







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