27. 05. 2012
Seite drucken
Köln bei Firmengründungen in NRW Spitze
Pro Jahr meldeten sich im Jahr 2004
rund 15.000 Gewerbetreibende neu an nach 11.800 im Jahr 2002.
Dass Köln ein guter Standort für Firmengründungen ist, hat bereits die
Anfang dieses Jahres veröffentlichte Studie „Regional Entrepreneurship
Monitor“ (REM) des Forschungsinstituts für Regional- und
Clustermanagement festgestellt. Auch bei anderen Vergleichswerten (z.B.
der Zahl der Anmeldungen / 10.000 Erwerbstätige) liegt Köln in NRW ganz
vorne. Mit 6,1 Prozent Anteil Existenzgründer an der Erwerbsbevölkerung
liegt Köln bundesweit sogar an der Spitze.
Bis 2009 sollen weitere 17.000 Arbeitsplätze im Raum Köln entstehen,
wie die Studie weiter herausfand. Bevorzugte
Branchen sind dabei unternehmensnahe Dienstleistungen und das
Gesundheitswesen. Im Bildungs- und Softwarebereich prognostizieren die
Forscher ebenfalls eine hohe Dynamik. Darüber hinaus rangiert Köln auch
in punkto Wettbewerbsfähigkeit auf einem vorderen Rang in
Nordrhein-Westfalen.
Zwar haben sich die makroökonomischen Rahmenbedingungen für potenzielle
Gründerinnen und Gründer in den letzten Jahren tendenziell eher
verschlechtert. So tragen neben der generell schwachen Konsum- und
Investitionsentwicklung in diesem Zeitraum auch die deutlich
verschärften Vorgaben der Banken und Sparkassen bei der Kreditgewährung
nicht unbedingt zur Stimulierung von Firmengründungen bei. Eine
differenzierte lokale Förderlandschaft für potenzielle Jungunternehmer
hilft jedoch beim Aufbau der eigenen Unternehmung. So nahmen allein im
Jahr 2004 1400 Gründungswillige die Existenzgründungsberatung der
städtischen Wirtschaftsförderung in Anspruch. Coaches beraten die
Gründer bei den Vorbereitungen zur Selbstständigkeit. Eine
Sonderstellung nimmt der Verein NUK ein. Ursprünglich als „Neues
Unternehmertum Köln e.V“ gestartet wurde der Verein in den letzten
Jahren unter dem Namen „Neues Unternehmertum Rheinland“ auf die ganze
Region ausgeweitet. Mit Hilfe des mehrstufigen Businessplan-Konzepts
sind in den vergangenen sieben Jahren 663 neue Unternehmen mit über
3000 Beschäftigten entstanden.
Ein weiterer zentraler Baustein zur Anregung von Firmengründungen ist
der Innovationstransfer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Der nimmt
in Köln deutlich zu. So startet die Kölner Fachhochschule derzeit eine
neue Offensive. Sie soll weitere innovative Forschungsbereiche in
Kooperation mit der Wirtschaft erschließen. Eine immer größere Zahl von
Beiräten und International Boards of Advisors (IBOA) mit
Top-Führungskräften aus Wirtschaft, Industrie und Handel fördert die
Vernetzung von Wissenschaft und Praxis. Der fortlaufende Austausch und
Abgleich aktueller Entwicklungen und Ideen trägt dazu bei, das
Lehrangebot und die Forschungsaktivitäten auf hohem Niveau
weiterzuentwickeln. Andere Städte in Deutschland haben mit solcher Art
von „Clusterbildung“ bereits positive Erfahrungen gemacht, so zum
Beispiel Erlangen (Medizin) oder Kaiserslautern oder Darmstadt
(Software, Telekommunikation).

























