27. 05. 2012
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Köln: Geringerer Anstieg der Unternehmensinsolvenzen als im Landesdurschnitt
Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Köln hat sich im vergangenen Jahr 2009 moderat entwickelt. Der von vielen befürchtete drastische Anstieg der Firmenpleiten ist zumindest im Krisenjahr 2009 ausgeblieben. Mit 719 Unternehmensinsolvenzen stieg die Zahl um gerade einmal zehn oder 1,4 Prozent an. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes IT.NRW sind 2276 Beschäftigte betroffen, die Gesamtforderungen belaufen sich nach vorläufigen Schätzungen auf rund 319,5 Millionen Euro. Deutlich stärker als im Landesdurchschnitt stiegen hingegen die Verbraucherinsolvenzen. Hier verzeichnete das Statistische Landesamt für die Domstadt einen Anstieg um 19,4 Prozent auf 1517 (Vorjahr: 1270). Insgesamt stieg die Zahl der Insolvenzen damit von 2141 auf 2371 oder 10,7 Prozent. Damit lag Köln allerdings deutlich über dem Landesdurchschnitt. In der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn war der Trend genau gegenteilig. Hier stieg die Zahl der Firmenpleiten rasant an. Nach 153 gab es nun 198 Insolvenzen, ein Anstieg um mehr als ein Viertel. Dafür sank die Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 12,2 Prozent auf 344. Auch in Leverkusen stieg die Zahl der Firmeninsolvenzen um 24,7 Prozent auf 101 an. In der Landeshauptstadt Düsseldorf stieg die Zahl der Firmenpleiten auf 488, ein Anstieg um 4,3 Prozent. Auch bei den Verbraucherinsolvenzen war der Anstieg mit 17,5 Prozent auf 1005 stärker ausgeprägt als in der Domstadt.
Landesweit wurden im vergangenen Jahr insgesamt 37.501 Insolvenzen angemeldet, ein Anstieg um 5,8 Prozent. Die Zahl der Firmenpleiten war mit 10.895 um 4,9 Prozent höher als im Vorjahr. In immerhin 8405 Fällen wurde auch tatsächlich ein Insolvenzverfahren eingeleitet, in den restlichen Fällen wurde ein Verfahren mangels Masse abgewiesen, teilten die Landesstatistiker weiter mit. Bei den Verbraucherinsolvenzen stieg die Zahl der Fälle von Zahlungsunfähigkeit ebenfalls spürbar an. Mit 26.606 "weiteren Schuldern" lag diese Zahl um 6,1 Prozent über dem Wert aus dem Vorjahr. Die Gesamtsumme aller Forderungen betrug nach vorläufigen Schätzungen der Landesstatistiker rund 52,8 Milliarden Euro. In dieser Statistik wurden allerdings alle Fälle von Firmenpleiten berücksichtigt, die vor einem Amtsgericht in Nordrhein-Westfalen beantragt wurden, unabhängig vom Firmensitz. 105.352 Beschäftigte waren bei den Unternehmensinsolvenzen betroffen, hieß es dazu abschließend.

























