27. 05. 2012
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Köln in europäischer Spitzengruppe
Köln habe im Untersuchungszeitraum (1995 bis 2001) mit 11,9 Prozent
mehr Arbeitsplätzen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt (4,1 Prozent
auf Bundesebene) überdurchschnittlich zulegen können. Das bedeutet
Platz 2 im Vergleich der europäischen Metropolen. Lediglich in Helsinki
legte die Zahl der Arbeitsplätze noch kräftiger gegenüber dem
Landesdurchschnitt zu. In absoluten Zuwachsraten war die irische
Hauptstadt Dublin Spitzenreiter. Im Untersuchungszeitraum stieg die
Zahl der Arbeitsplätze um 37,5 Prozent. Da die Gesamtzahlen für den
irischen Arbeitsmarkt ebenfalls mit deutlich über 30 Prozent anstieg,
blieb Dublin in der Untersuchung nur ein Platz im vorderen Mittelfeld.
Bei der Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens schnitt Köln hingegen nur
„verhältnismäßig verhalten“ ab.
Einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren Kölns: das internationale Messegeschäft
Kölns Erfolgsgeheimnis ist dabei die Mischung aus innovativen
Produktionsbetrieben und internationalen Dienstleistungen. Zwar ist der
Wertschöpfungsanteil von Industriebetrieben an der Kölner Wirtschaft
mit 25 Prozent rund doppelt so hoch wie z.B. in Amsterdam. Trotzdem
schaffte es Köln in den sechs Jahren des Untersuchungszeitraums, sich
unter den besten Standorten Europas zu platzieren. Der Erfolg der
Kölner Wirtschaft basiert demnach auf „seinem spezifischen
Branchenmix“, wie die Studie festhält. Trotz starker Bestimmung
gesamtstaatlicher Rahmenbedingungen für die lokale Wirtschaft besitzt
eine einzelne Stadt durchaus Handlungsoptionen. Als Beispiele nennt die
Studie u.a. eine sinnvolle Flächenbevorratung, den Abbau von Bürokratie
und damit einhergehend die Schaffung einer effizienten und
wirtschaftsfreundlichen Verwaltung.
Gute Verkehrsanbindungen, ein internationales Messegeschäft und ein
hohes Ausbildungsniveau der Bevölkerung sind weitere wesentliche
Erfolgsfaktoren. Besonders bei der Qualifikation der Erwerbstätigen
sehen die Autoren der Studie für Köln noch Handlungsbedarf. Der Anteil
von Hochschulabsolventen an der Gesamtheit der Beschäftigten liegt rund
10% unter dem entsprechenden Wert in Helsinki, dem europäischen
Spitzenreiter. Dass die Bildungsqualität bereits im Schulsystem
gesteigert werden muss, ist nicht zuletzt durch die PISA-Studien
hinlänglich belegt und gilt auch für die Domstadt. Dies ist jedoch,
darauf verweist die Studie, vor allem Aufgabe des Landes NRW.

























