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27. 05. 2012
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Köln: Wachstumsdynamik lässt nach / Zuversicht sinkt moderat


01.02.2009 22:19 von:

Schlagwörter: Wirtschaft,Konjunktur,Wachstum,Dynamik,IHK,Umfrage,Konjunkturumfrage

Der Prozentsatz der positiv Gestimmten hatte zwar bei der Frage der derzeitigen Geschäftslage von 47,4 auf 43,7 Prozent abgenommen. Dieser Optimismus steht trotz seiner deutlichen Korrektur nach unten im interkommunalen Vergleich immer noch ganz ordentlich da. Besonders hart erwischt hat es den Kammerbezirk Bonn-Rhein-Sieg. Hier hatte die zuständige IHK bereits vor Wochenfrist den Trend bestätigt. In Bonn beurteilten im Herbst 2007 lediglich 35,8 Prozent ihre derzeitige Geschäftslage als „gut“, „schlecht“ war sie bei 18,5 Prozent der Befragten. In der Domstadt sind das gerade mal 7,9 Prozent. Aber hier zeigt sich eine leichte „Abkühlung“ des Booms, im Mai lag dieser Anteil noch bei lediglich 4,9 Prozent.

Abschwächung bei Investitionen / Sorgenkinder Bau und privater Konsum

Ähnlich wie in der südlichen Nachbarkommune zeigt sich im Herbst dieses Jahre auch bei den Investitionsneigungen der befragten Unternehmen ein leichter Knick nach unten. Jedes dritte Unternehmen will seine Investitionen ausdehnen, nur 15,8 Prozent denken über eine Reduzierung nach. Auch bei den Beschäftigungsplänen der Unternehmen schneidet Köln besser als sein Umland ab. Immerhin 28,3 Prozent planen derzeit, zusätzliches Personal einzustellen, 16,5 Prozent wollen Arbeitsplätze reduzieren. Die Vergleichszahlen aus dem gesamten Kammerbezirk hinken dieser Quote sogar erkennbar hinterher, wie die Verantwortlichen betonten.

Bei den Investitionen im Inland musste die ehemalige Bundeshauptstadt Bonn sogar einen regelrechten Einbruch hinnehmen. In der Skala der Indexpunkte ging die Investitionsneigung von vormals +11,3 Punkte auf –  6,6 Punkte zurück und rutschte damit in den negativen Bereich. Auch beim Trend auf den Arbeitsmarkt rutsche der Index ins Minus. Allerdings ging dieser Index nur von + 4,5 Prozent auf – 0,9 Punkte zurück. Trotz der positiven Zahlen für den Kölner Arbeitsmarkt hinkt die Domstadt bei den offiziellen Arbeitsmarktstatistiken den Entwicklungen in Bund und Land seit längerem hinterher. So erzielten beispielsweise Bund und Land NRW einen Rückgang der Arbeitslosenquote um 0,4 Prozentpunkte, während es in Köln 0,1 Prozentpunkte (11,6 auf 11,3 Prozent) weniger waren. Während auf Bundesebene die offizielle Quote im September bereits bei 8,4 Prozent lag, sind in NRW neun Prozent der Erwerbsfähigen als arbeitslos gemeldet.

Düsseldorf mit anderer Taktung

Eine gänzlich andere Entwicklung schlug im Spätsommer die Konjunkturentwicklung im IHK-Bezirk Düsseldorf / Niederrhein ein. Hier stieg die Zahl der Unternehmen, die ihre derzeitige Lage als „gut“ bezeichneten, von 60 Prozent zu Jahresbeginn auf 70 Prozent. Das meldete die dortige IHK allerdings bereits am 25. September. Auch der Konjunkturindex befinde sich mit inzwischen 151 Indexpunkten weiter auf Rekordflug. Die Nachfrage nach inländischen Investitions- und Ausrüstungsgütern dürfte sich kaum abschwächen“, verkündete die Düsseldorfer IHK erst vor etwas mehr als zwei Wochen. Doch auch in der nördlichen Nachbarschaft der Dommetropole räumte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Udo Siepmann „konjunkturelle Risiken“ ein. Größte Sorgenkinder seien auch hier gestiegene Rohstoff- und Energiepreise, die unsichere US-Konjunktur sowie ein zuletzt stark gestiegener US-Dollar. Für die in Deutschland produzierende Industrie bedeutet das eine Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit, so die gängige Schlussfolgerung der Wirtschaftsexperten.







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