27. 05. 2012
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Köln: Weniger Insolvenzen im ersten Quartal 2009
Insgesamt registrierten die Statistiker in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres 2009 564 Insolvenzen in Köln. Das waren 27 oder 4,6 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Zumindest in diesem Bereich scheint die Wirtschaftskrise derzeit noch nicht angekommen zu sein. Besonders erfreulich ist aus Sicht der Wirtschaftsexperten der deutliche Rückgang der Firmeninsolvenzen. 157 Unternehmen waren davon im ersten Quartal in Köln betroffen, 23 oder 12,8 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Die Zahl der von der Insolvenz betroffenen Mitarbeiter lag demnach bei 560, wie das Statistische Landesamt IT.NRW am heutigen Donnerstag bekannt gab. Die Summe der Forderungen lag bei den Kölner Insolvenzen bei etwas mehr als 75 Millionen Euro.
Landesweit stieg hingegen die Zahl der Insolvenzen deutlich an. Im bevölkerungsreichsten Bundesland lagen 9132 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens vor. Das entspricht einem Anstieg von 715 Verfahren oder 7,2 Prozent. Die Gesamtsumme, die von den Gläubigern eingefordert wurde, lag bei knapp zwei Milliarden Euro, hieß es dazu weiter. Selbst die jahrelang rückläufigen Zahlen bei den Firmenpleiten stiegen im ersten Quartal dieses Jahres wieder an. So registrierten die Landesstatistiker im gesamten Bundesland 2592 Firmeninsolvenzen, 102 oder 4,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Etwas deutlicher war der Anstieg bei den so genannten Verbraucherinsolvenzen. Deren Zahl erhöhte sich landesweit um 7,1 Prozent auf 5947 Verfahren. Gut und schlecht lag dabei eng beieinander. Während sich Köln über eine positive Bilanz der ersten drei Monate freuen dürfte, kam die südliche Nachbarstadt Bonn nicht so gut weg. Hier registrierte das Landesamt einen Anstieg um stolze 38,9 Prozent auf 150 Insolvenzverfahren, die neu eröffnet wurden. Dabei stieg die Zahl der zahlungsunfähigen Unternehmen sogar wesentlich stärker an als die der Verbraucherinsolvenzen. Mit 43 Unternehmensinsolvenzen war diese Zahl gleich um 48,3 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum.

























