27. 05. 2012
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Kölner IHK mit Geschäftsklima der Region zufrieden
Aber am Horizont zeigen sich erste Vorboten einer herannahenden
Schlechtwetterfront. So sind die Geschäftserwartungen der zur
Herbstumfrage angeschriebenen Unternehmensführerinnen und –führer zwar
deutlich zurückgegangen. Aber das derzeitige Geschäft boomt wenigstens
bis zum Zeitpunkt der Marktbefragung, wie die Kammer weiter bekannt
gab. Dabei sanken die Erwartungen in der für Köln wichtigen Entwicklung
auf den Exportmärkten. Hier setzte mit der jetzigen Herbstumfrage eine
Trendumkehr ein. Während mehr als zwei Drittel aller Befragten (68,2
Prozent) bei den Exporterwartungen stabile Erträge erwarten, sind etwas
mehr als ein Sechstel zuversichtlich, dass die eigene Unternehmung in
den kommenden sechs Jahren im Exportgeschäft wieder zulegen kann. Doch
genau so viele glauben, dass der Export weiter zurückgeht. In der
vorangegangenen Konjunkturumfrage lag der Wert der Exportoptimisten
noch deutlich über dem Pessimisten.
Hoher Prozentsatz an stabilen Einschätzungen
Im weiteren Verlauf zeigten sich auch im Bereich Investitionen stabile
Werte. Knapp mehr als die Hälfte (50,6 Prozent) aller befragten
Unternehmen des Kammerbezirks gehen von einer gleichbleibenden
Entwicklung aus, Etwas mehr als ein Viertel (25,9 Prozent) erwarten
hier eine positive Entwicklung, etwas geringer (23,9 Prozent) ist der
Anteil derjenigen, die pessimistischer in die Zukunft blicken. „Die
Großwetterlage wird ungemütlicher“, fasst IHK-Hauptgeschäftsführer Dr.
Herbert Ferger seine Einschätzung zusammen. Profitieren kann Köln dabei
von dem relativ hohen Anteil an Dienstleistungsunternehmen in der
Stadt. Deren Einschätzung lagen auch in dieser Umfrage über den Werten
der anderen Branchen.
Auch wenn sich der Konjunkturhimmel weiter eintrübt, einen negativen
Einfluss auf die Entwicklung des regionalen Arbeitsmarktes wollten die
befragten Unternehmen aber nicht vermitteln. Vielmehr sei die Zahl der
Arbeitlosen im Kammerbezirk im vergangenen Jahr nochmals um 9000
Personen gesunken. Erstmals seit 2002 unterschritt dieser Wert damit
die magische Schwelle von 100.000 Arbeitslosen. Binnen eines Jahres
ging die Arbeitslosenquote von 11,6 auf 10,8 Prozent zurück, allerdings
ist das trotz der positiven Entwicklung im Monat August gerade einmal
Landesdurchschnitt. Mit einer weiterhin zweistelligen Arbeitslosenquote
rangiert die Millionenstadt hinter so mancher Ruhrpottgemeinde. In der
Region weist nur die kreisfreie Stadt Leverkusen einen ähnlich hohen
Wert auf.
Fazit – verhalten, aber kein Einbruch
Vorsichtig beurteilten dabei die Konjunkturforscher der IHK auch die
weiteren Aussichten. In der Vergangenheit entwickelte sich die
NRW-Wirtschaft und damit auch der Kammerbezirk Köln auf einem
vergleichsweise hohen Niveau. Von dem befürchteten Einbruch könne
allerdings keine Rede sein, ließ der IHK-Manager wissen. Per Saldo habe
sich das Wachstum der Branche zwar leicht abgeschwächt, aber eben nur
leicht und nicht über alle Unternehmen hinweg. „Einige Unternehmen
berichten von einer nachlassenden Produktion, die Auslastung ist bei
einem Großteil der befragten Unternehmen aber noch zufriedenstellend.
den kompletten 30-seitigen Konjunkturbericht der IHK finden Sie im Internet unter: www.ihk-koeln.de.

























