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27. 05. 2012
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Kölner Wirtschaftsforscher suchen Lösung der US-Schuldenproblematik


10.04.2011 22:02 von:

Schlagwörter: Köln,Institut der deutschen Wirtschaft,IW,2011,April,Wirtschaftsforscher,USA-Sch

Die US-Regierung steht vor einem gewaltigen Problem. Schon seit mehr als einem Jahrzehnt weisen die USA ein gewaltiges Haushaltsdefizit aus. Nachdem die Clinto-Regierung Ende der 1990er Jahre zwischenzeitlich sogar einen Überschuss erwirtschaften konnte, rutschten die öffentlichen Haushalte spätestens nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 tief in die rote Zone. Auch im Außenhandel gibt es erhebliche Ungleichgewichte. Schon länger führen die Vereinigten Staaten deutlich mehr Waren ein, als sie exportieren. Folge ist ein eklatantes Defizit in der Zahlungs- wie auch der Leistungsbilanz. Im Jahr 2008 - dem letzten Jahr, das noch nicht durch die Ereignisse der Weltwirtschaftskrise geprägt war - betrug das amerikanische Warenhandelsdefizit 840 Milliarden Dollar. Das größte Ungleichgewicht im bilateralen Handel besteht mit China: Der Wert der von den Amerikanern aus dem Reich der Mitte importierten Waren lag 2008 um 268 Milliarden Dollar über dem Wert der dorthin exportierten Güter, erklärten die Wirtschaftsforscher.

Gerade das Verhältnis mit dem "Reich der Mitte" ist auch aus diesem Grunde seit vielen Jahren spannungsgeladen. Die US-Regierenden werfen der Staatsspitze in Peking in diesem Zusammenhang schon seit vielen Jahren vor, dass sie die chinesische Währung Yuan künstlich niedrig halte und sich auf diese Weise Wettbewerbsvorteile im Exportgeschäft verschaffe. Im Sommer 2010 reagierte China auf diese Kritik und ließ eine sachte Aufwertung der Landeswährung zu - die Exportpreise für die chinesischen Billigprodukte tangierte dies bislang allerdings kaum. Wenn die USA tatsächlich ihr massives Leistungsbilanzdefizit reduzieren wollen, ist es mit einer deutlichen Aufwertung des Yuan allein aber ohnehin nicht getan, so die Wirtschaftsexperten aus der Kölner IW-Zentrale. So müsse auch die USA selbst bei ihrer Geld- und Fiskalpolitik eine etwas weniger expansive Strategie verfolgen, so der abschließende Hinweis.







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