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27. 05. 2012
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Kreditversicherer Atradius: Mehr als die Hälfte nutzen Inkasso-Dienste


16.06.2010 07:25 von:

Schlagwörter: Köln,Atradius,Umfrage,Inkassounternehmen,2010,Ergebnis,Forderungsmanagement

Mehr als 1700 Unternehmen aus neun europäischen Ländern nahmen in diesem Jahr am "Global Collections Review" teilgenommen. In der Studie ging der Kreditversicherer Atradius, der seit 2007 in den Constantinhöfen in Köln-Deutz seinen deutschen Hauptsitz hat, der Frage nach, wie die Unternehmen ihr Forderungsmanagement organisieren. Bereits im Januar dieses Jahres hatte das Unternehmen erste Ergebnis der europaweiten Umfrage veröffentlicht. Nun meldete Atradius, dass 53 Prozent der befragten Unternehmen bei der Durchsetzung ihrer Forderungen die Dienste von Inkassounternehmen nutzen, um ausstehende Rechnung ausländischer Gläubiger einzutreiben. Ziel ist dabei nicht zuletzt auch die Verbesserung der eigenen Liquidität, hieß es dazu weiter. In Deutschland ist der Anteil der Unternehmen, die Inkassounternehmen in Anspruch nehmen, mit 54 Prozent etwas höher als der europäische Durchschnitt.

Ansonsten aber gibt es wenig Besonderheiten bei den deutschen Unternehmen. In nahezu allen Aspekten decken sich die deutschen Umfrageergebnisse mit dem europäischen Durchschnitt. Deutschland verzeichnet zwar die dritthöchsten Außenstände gegenüber ausländischen Schuldnern und liegt damit wenige Prozentpunkte über dem europäischen Durchschnitt. Bei den ausländischen Forderungen, die länger als 90 Tage fällig sind, liegen die deutschen Unternehmen aber drei Prozentpunkte unter dem europäischen Schnitt von 14 Prozent. Die Effektivität von Inkassodiensten ist der Hauptgrund für europäische Unternehmen, sich für die Einschaltung eines externen Anbieters zu entscheiden. Von acht Kriterien war den Befragten die Erfolgsquote am wichtigsten. Die Kosten wurden erst an zweiter Stelle genannt, gefolgt von der Reputation des Inkassodienstleisters. Auffällig war, dass es den Unternehmen in Deutschland mehr als in allen anderen Ländern darauf ankommt, die guten Geschäftsbeziehungen zu den Schuldnern aufrechtzuerhalten. Das lokale Know-how des Inkassodienstleisters ist den Deutschen am wenigsten wichtig, so eine weitere Erkenntnis aus der europaweiten Befragung.

"Für viele Unternehmen waren Rezession und Liquiditätsbedarf entscheidende Faktoren für die Einschaltung eines Inkassodienstes. Das ergab schon unsere erste Studie vor sechs Monaten", so Raymond van der Loos, Managing Director des Auftraggebers der Studie, der Atradius Collections. "Unser neuer Review weist eindeutig darauf hin, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. Aufgrund ihrer hohen Erfolgsquoten übernehmen in einigen Ländern mittlerweile mehrheitlich Inkassodienste den Forderungseinzug für Unternehmen. Die aktuelle Studie lässt darüber hinaus interessante geografisch und kulturell bedingte Unterschiede erkennen", so van der Loos weiter. An der Umfrage beteiligten sich 1758 Unternehmen aus Deutschland, Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Schweden und Spanien. Der Auftraggeber der Studie ist als Geschäftsbereich des Kreditversicherers einer der großen Akteure bei Dienstleistungen zum Forderungsmanagement. Mehr als 400 Mitarbeiter und 19 Standorten kümmert sich das Unternehmen für seine rund 12.000 Kunden um mehr als 100.000 Inkassofälle.

Den Bericht "Global Collections Reviews" finden Sie sortiert nach Ländern auf der Internetseite des Kreditdienstleisters unter: www.atradiuscollections.com.







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