27. 05. 2012
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Mittelstand ist wenig optimistisch: Unternehmen erwarten längere Krise
Der in Düsseldorf ansässige Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) hat am gestrigen Dientag die Ergebnisse seiner jüngsten Mitgliederbefragung präsentiert. Zentrales Thema dabei war die aktuelle Wirtschaftskrise, unter der auch besonders viele Mittelstandsbetriebe leiden. Zugleich machte die Umfrage auch deutlich, dass die meisten Unternehmen offensiv mit der Krise umgehen wollen. Das schließt beispielsweise Investitionen in neue Produkte sowie die Erschließung neuer Märkte mit ein, wie der Verband bei der Präsentation der Ergebnisse verkündete. Allerdings wird die Rezession noch rund ein Jahr andauern, so die Erwartungen der befragten Unternehmer.
Mehr als 300 Mitgliedsunternehmen hatten sich an dieser Befragung beteiligt. Unterstützt wurde der Verband dabei von der Unternehmensberatung Deloitte. Sie wurde während des Tages der Wirtschaft in Bonn durchgeführt, der in der vergangenen Woche in Bonn stattfand. Nur rund ein Viertel geht davon aus, dass die konjunkturelle Erholung bereits im Laufe der kommenden sechs Monate einsetzen wird. Die Mehrheit ist jedoch deutlich skeptischer und rechnet erst in frühestens einem Jahr mit einer deutlichen Trendwende. "Diese Einschätzung zeigt, dass die Unternehmer weit von Zweckoptimismus entfernt sind. Dennoch setzen sie auf eine offensive unternehmerische Strategie. Das ist äußerst positiv", interpretiert Lutz Meyer, Partner von Deloitte, die Ergebnisse. "Die mittelständischen Unternehmer sind bereit, der Krise durch eigene Maßnahmen Paroli zu bieten", ergänzte Herbert Schulte vom BVMW NRW.
Eine große Rolle bei der Bewältigung der Krise und dem positiven Umgang mit seinen Folgen spielt auch die Qualifizierung des Nachwuchses und der Mitarbeiter. Die Ausbildung von Fachkräften, die Optimierung der internen Organisation und die Verstärkung der Neukundenakquisition halten zwei Drittel der befragten Unternehmer jetzt für wichtig. Damit gehe man gestärkt in den nächsten Aufschwung, so die abschließende Einschätzung der befragten Unternehmen.

























