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27. 05. 2012
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NRW: Auch 2011 soll die Wirtschaft kräftig wachsen


13.12.2010 18:10 von:

Schlagwörter: NRW,RWI,2010,2011,Wirtschaftswachstum,Konjunkturforschung,Arbeitslose,Voigtsberg

Es gab wahrlich Zeiten in den vergangenen Monaten, die für einen Wirtschaftsminister eines Bundeslandes die Nachrichtenlage zur Konjunktur deutlich unangenehmer war. Nicht so im Dezember 2010: Am heutigen Montag gab das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) die aktuellen Prognosen für die weitere Entwicklung der Konjunktur im kommenden Jahr bekannt. Und die sehen wahrlich rosig aus. Um 2,5 Prozent soll die Wirtschaftsleistung des bevölkerungsreichsten Bundeslandes im kommenden Jahr ansteigen. "Die Weichen stehen auch 2011 in Nordrhein-Westfalen auf Wachstum. Der Aufschwung wird im kommenden Jahr vorwiegend von der Binnenkonjunktur getragen. Er kommt bei den Menschen an", kommentierte NRW-Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger nach Bekanntwerden der neuen Prognose. Der SPD-Politiker und vormalige Chef des LVR lobte zwar die sinkenden Arbeitslosen- und gleichzeitig steigenden Beschäftigtenzahlen, verwies jedoch auch auf die Forderungen nach deutlichen Lohnerhöhungen. "Die Beschäftigten haben ihren Beitrag zur Überwindung der Krise geleistet. Ich kann gut verstehen, dass sie nun auch einen spürbaren Anteil am Aufschwung erwarten", so der Wirtschaftsminister bei der heutigen Präsentation des Konjunkturberichts für das Jahr 2011.

Mit der prognostizierten Steigerungsrate der Wirtschaftsleistung liegt das bevölkerungsreichste Bundesland genau im Gesamttrend der Republik. In diesem Jahr gehen die Konjunkturforscher von einem Wachstum von 3,5 Prozent aus. Damit würde die Wirtschaft in NRW in diesem Jahr so stark wachsen wie zuletzt im Jahr der Wiedervereinigung 1990. Zwar soll sich das robuste Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr abschwächen. Doch dafür sorgen zunehmend positive aus der Binnenwirtschaft für einen entsprechenden Wachstumsschub. Voigtsberger hofft, dass die gute Konjunktur, steigende Beschäftigtenzahlen und möglicherweise auch steigende Reallöhne sich auch im privaten Konsum stimulierend auswirken. Der zuständige Minister sieht darin ein Anzeichen für Impulse bei den konsumnahen Wirtschaftsbereichen.

Dank der umfangreichen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen konnte sich der Arbeitsmarkt im vergangenen Jahr deutlich besser behaupten als vielfach befürchtet. Mit inzwischen 762.000 arbeitslos gemeldeten Erwerbsfähigen ist die Zahl im November dieses Jahres nur noch wenig von den November-Zahlen des Jahres 2008 entfernt. Vor zwei Jahren waren in den Arbeitsagenturen des Landes 746.000 Personen als arbeitslos gemeldet. Im kommenden Jahr soll die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs um 90.000 oder 1,5 Prozent ansteigen. Bis zum Jahresende prophezeien die Auguren aus Essen einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit auf 690.000, im Jahresdurchschnitt wären das rund 70.000 weniger als in diesem Jahr, so die Prognose des RWI. Das entspräche einer Arbeitslosenquote von acht Prozent. In NRW sind Ende dieses Jahres rund 5,95 Millionen Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt.







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