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28. 05. 2012
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NRW: Große Unterschiede bei Halbjahresstatistik zu Insolvenzen


08.09.2008 22:00 von:

Schlagwörter: NRW,Statistik,Insolvenzen,Pleiten,Halbjahr 2008,Köln

Deutlich rückläufig waren jedoch die gemeldeten Zahlen der Unternehmenspleiten. Sie gingen dabei von 5600 auf 5125 oder um 8,5 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2007 zurück. Die Gesamtsumme der Forderungen belief sich zugleich auf rund 3,2 Milliarden Euro, der Großteil davon entfiel mit rund 2,27 Milliarden Euro auf Forderungen aus Firmeninsolvenzen. Hiervon waren in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres 18.278 Beschäftigte betroffen, wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (LDS) am heutigen Dienstag bekannt gab.

Stadt Köln ungefähr auf Landesniveau – Bonn und Aachen besser als der Landesdurchschnitt

Die Entwicklung in der Stadt Köln folgte dabei dem Landestrend. So ging die Zahl der Firmeninsolvenzen mit 354 (Vorjahreszeitraum: 390) um 9,2 Prozent zurück. Ähnlich wie auf Landesebene stieg hingegen die Zahl der Privatinsolvenzen mit 597 (nach 536) deutlich um 11,2 Prozent an. Deutlich besser schnitten die rheinischen Großstädte Aachen und Bonn ab. Während in Aachen die Zahl der Firmenpleiten mit 67 um 13 Prozent sank, ging sie in Bonn gar um mehr als ein Viertel auf 74 zurück. Im Vorjahreszeitraum mussten noch über 100 Unternehmen (105) einen Antrag auf Zahlungsunfähigkeit stellen, wie das Landesamt weiter ermittelte.  Innerhalb des Kölner Regierungsbezirks sank die Zahl der Unternehmenspleiten um fast ein Fünftel (19,6 Prozent) auf 1247.

Nördlich von Köln sah die Situation im ersten Halbjahr 2008 völlig anders aus. So musste Düsseldorf einen deutlichen Anstieg an Firmenpleiten hinnehmen, die Zahl stieg im Jahresvergleich von 193 auf 216 (+ 11,9 Prozent). Noch schlechter sah es im Rhein-Kreis Neuss aus. Hier ermittelte das LDS gar einen Anstieg von 101 auf 139 oder 37,6 Prozent. Allerdings sind die nun vorgelegten Zahlen nur eingeschränkt vergleichbar. Die Meldungen der Amtsgerichte aus dem vergangenen Jahr ließen sich nicht exakt einzelnen Monaten zuordnen, wie die Landesstatistiker abschließend einräumten.







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