28. 05. 2012
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NRW-Industrie: Ende der Krise in Sicht?
Am heutigen Dienstag meldete das Statistische Landesamt IT.NRW erstmals seit Mai 2008 wieder Pluszeichen bei der Nachfrage nach Gütern des Verarbeitenden Gewerbes. Insgesamt stieg die Nachfrage im Monat November 2009 gegenüber dem Vorjahresmonat um fünf Prozent an. Sowohl die Nachfrage aus dem Inland, als auch die aus dem Ausland lagen dabei im positiven Bereich, so die Landesstatistiker. Allerdings profitieren nicht alle Branchen gleichzeitig von der wieder anziehenden Nachfrage. Trotz der deutlichen Unterschiede ist das Plus das erste seit Mai 2008 und gibt damit Anlass zur Annahme, dass die Wirtschaftskrise möglicherweise die Talsohle durchschritten hat. Gestützt wird diese Annahme durch Umfragen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute aus der jüngsten Vergangenheit, die zuletzt deutliche Verbesserungen bei der Beurteilung der Geschäftslage und der mittelfristigen Erwartungen konstatierte.
Ein näherer Blick auf die November-Statistik verrät hingegen, dass lediglich eine Branche für den überraschend deutlichen Anstieg verantwortlich ist. So verzeichnen die Produzenten von so genannten Vorleistungsgütern eine Nachfragesteigerung von 14 Prozent gegenüber November 2008. Auch hier war der Nachfrageschub aus dem Inland mit 16 Prozent deutlich höher als die Nachfragesteigerung aus dem Ausland (plus zwölf Prozent). Ansonsten aber überwogen negative Vorzeichen. So lag die Nachfrage nach Gebrauchs- und Verbrauchsgütern mit einem Minus von zwei Prozent weiterhin unter dem Vorjahresniveau. Verlierer im November war – nicht zum ersten Mal – die Branche der Investitionsgüter-Hersteller. Hier fiel das Jahresminus mit sieben Prozent erneut am höchsten aus. Dass der Nachfragerückgang aus dem Ausland mit fünf Prozent schwächer ausfiel als die Kennzahl im Inlandsgeschäft könnte zudem ein Hinweis auf eine wieder anziehende Exportwirtschaft sein. Auch das wurde bei den jüngsten Konjunkturprognosen bestätigt. Im Inland allerdings mussten die Hersteller von Investitionsgütern einen Rückgang von zehn Prozent verkraften. Die wirtschaftliche Erholung dürfte in diesem Bereich demnach noch etwas auf sich warten lassen.


























