28. 05. 2012
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NRW-Industrie mit weiterhin schwacher Nachfrage
Wie das Statistische Landesamt IT.NRW am heutigen Dienstag bekannt gab, lagen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe des Landes Nordrhein-Westfalen preisbereinigt um 34 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Der entsprechende Indexwert erreichte ein Niveau von 77,7 Punkten (Basisjahr 2005 = 100). Als positiv werteten die Landesstatistiker die Abschwächung des Rückgangs, auch wenn weiterhin in allen vier Segmenten der Industriebranche negative Vorzeichen stehen. Vor allem die Nachfrage aus dem Ausland ist weiterhin sehr schwach. Während die inländischen Käufer 27 Prozent weniger nachfragten als im März des vergangenen Jahres, betrug der Nachfragerückgang aus dem Ausland 40 Prozent. Allerdings hatte der März 2008 aufgrund des frühen Osterfestes zwei Arbeitstage weniger als in diesem Jahr.
Erneut am unteren Ende der Tabelle lag die Produktion von Investitionsgütern. Hier sank die Nachfrage insgesamt um 43 Prozent und damit am stärksten. Im Ausland war der Nachfragerückgang zum Vorjahresmonat mit 52 Prozent besonders drastisch, während die Nachfrage nach Investitionsgütern aus dem Inland mit 26 Prozent weit weniger heftig war. Bei den Vorleistungsgütern hielt sich der Nachfragerückgang aus dem In- und Ausland weitgehend die Waage, insgesamt betrug er jedoch auch hier 29 Prozent. Weit weniger deutlich gingen die Bereiche Verbrauchs- und Gebrauchsgüter zurück. Während bei den Verbrauchsgütern ein Rückgang von 14 Prozent zu verzeichnen war, kam der Bereich der Gebrauchsgüter mit einem Minus von lediglich sieben Prozent noch vergleichsweise glimpflich davon. Beide Branchen verzeichneten damit vergleichsweise ähnlich starke Rückgänge wie im Vormonat. Die Anzeichen für eine zügige konjunkturelle Erholung scheinen damit in weite Ferne zu rücken.

























