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28. 05. 2012
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NRW-Mittelstand spaltet sich


22.09.2009 20:55 von:

Schlagwörter: BVMW,Mittelstand,2009,Umfrage,Wirtschaftskrise,Stellenabbau

Allen Unkenrufen zum Trotz gibt es auch in der aktuellen Wirtschaftskrise Gewinner, die sich durchaus über ansehnliche Umsatz- und Gewinnsteigerungen freuen können. Auf der anderen Seite gibt es viele ehemals gut aufgestellte und solide Unternehmen des Mittelstand, die wegen der aktuellen Nachfrageschwäche besonders hart und empfindlich von der Krise gebeutelt werden. Das hat am heutigen Dienstag der Bundesverband der Mittelständischen wirtschaft BVMW bestätigt. Die Schere zwischen diesen beiden Gruppen ist scheinbar in der aktuellen Krise noch größer geworden.

Wie aus der aktuellen Umfrage des BVMW unter seinen Mitgliedern hervorgeht, hat die Wirtschafts- und Finanzkrise zur einer extremen Differenzierung der mittelständischen Wirtschaft und ihrer derzeitigen wirtschaftlichen Situation geführt. So verzeichneten mehr als die Hälfte aller befragten Unternehmen in den vergangenen sechs Monate sinkende Umsätze. Im Gegensatz dazu bezeichneten rund ein Viertel der Befragten ihre wirtschaftliche Lage als gut oder sogar sehr gut. Trotz der hohen Quote von Unternehmen mit rückläufigen Umsätzen schätzten aber nur rund ein Viertel die eigene Situation als schlecht oder sehr schlecht ein. Rund die Hälfte der Befragten antworteten auf die entsprechende Frage mit "befriedigend".

Die Betriebe passen ihre Planungen an die geringere Kapazitätsauslastung an, 36% des NRW-Mittelstands wollen das Investitionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr reduzieren. Gleichzeitig müssen für Kredite höhere Sicherheiten gestellt werden. Trotz des schwierigen Umfelds sind die mittelständischen Unternehmer aus NRW jedoch verhalten optimistisch: 33 Prozent der befragten Unternehmer erwarten in den kommenden sechs Monaten einen Aufschwung, nur zwölf Prozent eine Fortsetzung der Rezession. Das wahrscheinlichste Szenario für Herbst und Winter ist aber eine Stagnation. "Eine sehr schnelle Konjunkturbelebung erwarten wir nicht. Vielmehr wird die Kluft zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Unternehmen größer. Diese überprüfen jetzt ihre Geschäftsmodelle und suchen neue Nischen. Für die Arbeitnehmer ist dies per saldo eine gute Nachricht", erläuterte Herbert Schulte vom BVMW NRW. Befürchtungen von Pessimisten, der Mittelstand könnte darauf mit einer Entlassungswelle reagieren, erteilte der Verband allerdings eine Absage., Dafür gebe es keine Anzeichen, auch wenn der Mittelstand auf absehbare Zeit als Jobmotor ausfallen wird. 17 Prozent der Unternehmen wollen demnach Arbeitsplätze abbauen. Dem stehen 21 Prozent der Befragten gegenüber, die die Zahl ihrer Beschäftigten in naher Zukunft sogar erhöhen wollen, teilte der Verband abschließend mit.

An der Umfrage, die im Zeitraum vom 17. August bis 11. September 2009 durchgeführt wurde, beteiligten sich 477 mittelständische Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen.







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