28. 05. 2012
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NRW: Weniger Firmenpleiten, mehr Verbraucherinsolvenzen
So sank die Zahl der registrierten Firmenpleiten in NRW innerhalb von
zwei Jahren um 32,1 Prozent auf 3830. In 2800 Fällen wurde das
Verfahren dann auch eröffnet, der Rest wurde mangels Masse abgewiesen,
hieß es dazu weiter. Demgegenüber stieg die Zahl der so genannten
Verbraucherinsolvenzen gegenüber dem Vergleichszeitraum 2005 deutlich
auf 11.997 Fälle. Im überwiegenden Zahl der Fälle (10.706) das
Verfahren eröffnet wurde. Hier beträgt der Anstieg gegenüber 2005 42
Prozent. Die Zahlen aus dem vergangenen Jahr müssen vom LDS noch
korrigiert werden und stehen erst zu einem späteren Zeitpunkt zur
Verfügung. Die Höhe der Gesamtforderungen aus allen Insolvenzen lag
nach LDS-Angaben bei voraussichtlich 3,1 Milliarden Euro.
Köln etwas unter dem Landesdurchschnitt
Die offiziellen Zahlen aus Köln liegen nach Angaben der Landesbehörde
unter den Durchschnittswerten. Während in der Stadt die registrierten
836 Insolvenzen einen Anstieg von 10,3 Prozent ergaben, lag dieser Wert
im Landesdurchschnitt bei 10,2 Prozent. 384 Unternehmenspleiten
bedeuteten einen Rückgang der Unternehmensinsolvenzen von 33,3 Prozent.
Hier schnitt die Domstadt etwas besser ab als der NRW-Durchschnitt.
Doch bei den Verbraucherinsolvenzen mussten die Amtsgerichte sich mit
394 Fällen beschäftigen, ein Anstieg gegenüber dem ersten Halbjahr 2005
um 53 Prozent. Die voraussichtlich Gesamtsumme aller Forderungen
beläuft sich dabei auf 130,9 Millionen Euro. Im gesamten
Regierungsbezirk betrug der Anstieg der Insolvenzen insgesamt nur 1,2
Prozent, in der Nachbarstadt Bonn ging die Zahl der Pleiten im
Berichtszeitraum sogar um 29,8 Prozent zurück.

























