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28. 05. 2012
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NRW: Zahl der Gewerbeanmeldungen steigt an


09.09.2010 13:17 von:

Schlagwörter: NRW,Gewerbe,Anmeldungen,2010,Halbjahr,Anstieg,Köln

Mehr Gründer in NRW, zumindest was die Zahl der Gewerbeanmeldungen angeht. In Köln ging die Zahl deutlich zurück. Symbolbild: pixelio.de/Peter Kirchhoff

In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres ist die Zahl der Gewerbeanmeldungen im bevölkerungsreichsten Bundesland auf 96.114 angestiegen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet das ein deutliches Plus von 6,9 Prozent, wie das Statistische Landesamt IT.NRW am heutigen Donnerstag bekannt gab. Mit insgesamt 77.177 stieg allerdings auch die Zahl der Abmeldungen an, wenn auch mit 2,8 Prozent deutlich weniger dynamisch. Traditionell entfällt auf die so genannten "Neueinrichtungen" der Löwenanteil. Mit 82.405 war dieser Bereich auch im ersten Halbjahr wieder der anteilig Größte. Unter anderem wurde 15.157 Betriebsgründungen registriert, die eine größere betriebswirtschaftliche Substanz vermuten lassen. Mit 35.058 überwog der Anteil der Kleinbetriebe, weitere 3881 Anmeldungen erfolgten als Nebenerwerb, hieß es dazu weiter.

77.673 Gründungen wählten die Rechtsform des Einzelunternehmens, in 6939 Fällen entschieden sich die Verantwortlichen für eine Personengesellschaft. Immerhin 10.709 Neugründungen erfolgten mit der Form der GmbH, darunter 2224 in der Sonderform der Unternehmergesellschaft mit Haftungsbeschränkung. Hier können sich die Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer bereits mit einem Euro Stammkapital selbständig machen. Damit liegt die Zahl der in dieser Rechtsform gegründeten Unternehmen um den Faktor zehn über denen der Rechtsform der Limited (Ltd.). Hier verzeichneten die Landesstatistiker lediglich 220 Gründungen. Unter den Branchen lagen die Reparatur von Kraftfahrzeugen mit 22.943 unangefochten an der Spitze. Es folgen die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (10.289) vor dem Baugewerbe mit 10.181 Neuanmeldungen. Im Bereich der Energieversorgung gab es mit einem Anstieg um etwas mehr als ein Fünftel die höchsten Zuwachsraten. 8394 Neugründungen beschäftigen sich mit der Erzeugung von Solarstrom.

Im Regierungsbezirk Köln stieg die Zahl der Neuanmeldungen ebenfalls spürbar an. Allerdings lag das Plus mit 1,4 Prozent insgesamt und 2,1 Prozent bei den Neueinrichtungen deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Hauptgrund dafür war der deutliche Rückgang in der größten Kommune des Landes und des Regierungsbezirks, Köln. Hier verzeichneten die Landesstatistiker im ersten Halbjahr 6476 Gewerbeanmeldungen, darunter 5218 als Neueinrichtung. Das aber waren 6,7 bzw. 8,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zum Vergleich: In den anderen beiden großen Kommunen des Regierungsbezirks stiegen die Zahlen deutlich an. Besonders dynamisch war das Wachstum in Leverkusen. Hier wurden mit 805 Anmeldungen gleich 19,8 Prozent mehr Fälle registriert als im ersten Halbjahr 2009. In der Kommunen-Statistik gibt es auch einige richtige Highflyer. So erreichte das Wachstum in der kleinen Gemeinde Issum die beachtliche Steigerungsrate von 103,2 Prozent bei den Anmeldungen insgesamt und sogar 116 Prozent bei den Neueinrichtungen. Allerdings gehört Issum mit 108 Neuanmeldungen nicht gerade zu den NRW-Zentren wirtschaftlicher Aktivität. Noch etwas dynamischer verlief die Entwicklung in Heimberg. Hier verzeichneten die Landesstatistiker einen Anstieg auf 43 Neuanmeldungen, darunter 39 Neueinrichtungen. Das bedeutet einen Anstieg um fast das Dreifache (+ 186,7 Prozent). Auf der anderen Seite mussten auch Remscheid, Mülheim an der Ruhr, Hilden, Monheim sowie die Kölner Umlandgemeinden Frechen und Hürth. Hier ging die Zahl der Neueinrichtungen sogar bisweilen um einen zweistelligen Prozentbetrag zurück.







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