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28. 05. 2012
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NRW: Zahl der Insolvenzen steigen im dritten Quartal an


06.12.2010 21:15 von:

Schlagwörter: NRW,Insolvenz,Landesamt,2010,Quartal,Anstieg,Jahresvergleich,Unternehmenspleite,

Die Zahl der Insolvenzen im bevölkerungsreichsten Bundesland haben im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich zugelegt. Das teilte am heutigen Montag das Statistische Landesamt IT.NRW mit. Demnach erhöhte sich die Zahl der Insolvenzen um 7,3 Prozent auf 10.306. Die zur Debatte stehende Insolvenzsumme, also die Summe aller Gläubigerforderungen, lag dabei bei rund 4,1 Milliarden Euro, alleine im dritten Quartal. Im vergangenen Jahr waren es zwischen Juli und September lediglich 9601 Fälle von Zahlungsunfähigkeit.

Nach Informationen der Landesstatistiker lagen sowohl die Zahlen der Verbraucher- wie auch der der Unternehmensinsolvenzen über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. So registrierten die zuständigen Amtsgerichte im dritten Quartal 2010 2982 Insolvenzen von Unternehmen, 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Noch deutlicher stieg die Zahl der Verbraucherinsolvenzen im Jahresvergleich an. Hier wurden zwischen Juli und September 6929 Fälle registriert. Das bedeutete einen Anstieg von 11,4 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auch im bisherigen Gesamtjahr 2010 lag die Zahl der Insolvenzen über dem Niveau des Vorjahres. Mit 30.365 Anträgen auf Zahlungsunfähigkeit stieg die Zahl der ersten drei Quartale gegenüber dem Vorjahr sogar um 9,1 Prozent an. Auch hier zeigte sich ein deutlicher Anstieg sowohl der Verbraucher- wie auch der Unternehmensinsolvenzen. 8871 Unternehmen und 20.097 Privatpersonen beantragten in diesem Jahr bis Ende September die Zahlungsunfähigkeit. Das sind 10,3 (Unternehmen) bzw. 11,1 Prozent mehr als vor einem Jahr.</p< <p>Köln zeigt gegenläufigen Trend

In der größten Kommune des Landes zeigte sich zumindest bei den Unternehmensinsolvenzen ein erfreulicher Trend. Zwar lag die Gesamtzahl der Insolvenzen im dritten Quartal mit 663 Fällen um etwas mehr als sechs Prozent über dem Vorjahresquartal. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen nahm mit 174 jedoch um erfreuliche 17,9 Prozent ab. Im dritten Quartal 2009 waren es noch 212 Anträge auf Zahlungsunfähigkeit, die beim zuständigen Amtsgericht eingingen. Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen stieg jedoch im Gegenzug um 91 auf 473 an, eine Zunahme von 23,8 Prozent. Noch erfreulicher verlief das dritte Quartal in der südlichen Nachbarstadt. Hier gab es mit 35 Unternehmensinsolvenzen sogar über 40 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Sogar bei der Gesamtzahl gab es einen deutlichen Rückgang der Insolvenzen. Mit 146 Insolvenzen gehörte Bonn zu den wenigen Städten, die überhaupt einen Rückgang zu verzeichnen hatten. Im gesamten Regierungsbezirk Köln stieg die Zahl der Insolvenzen lediglich um knapp ein Prozent auf 2436 Fälle an. Bei den Unternehmensinsolvenzen gab es einen erfreulichen Rückgang von 11,7 Prozent auf 674 Fälle. Davon betroffen waren 1603 Mitarbeiter. Zum Vergleich: In der nördlichen Nachbarkommune Düsseldorf war die Entwicklung genau gegenläufig. Hier stieg die Zahl der Unternehmenspleiten mit 159 um rund zwölf Prozent an. Dagegen gab es in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt im dritten Quartal mit 259 Verbraucherinsolvenzen 3,7 Prozent weniger Fälle als im Vorjahreszeitraum. Schlusslicht bei den Unternehmensinsolvenzen war die Kommune Oberhausen. Hier erhöhte sich die Zahl der Insolvenzen im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 72,7 Prozent. Von den 38 Unternehmensinsolvenzen waren allerdings lediglich 87 Beschäftigte betroffen. Im Vorjahreszeitraum gab es lediglich 22 Unternehmenspleiten, so die Landesstatistiker abschließend.







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