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28. 05. 2012
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Stimmung im Kölner Handwerk bleibt auf hohem Niveau


10.10.2011 15:05 von:

Schlagwörter: Köln,Handwerkskammer,2011,Herbst,Konjunkturumfrage,Geschäftslage,Geschäftserwart

Bei ihrer traditionellen Herbstbefragung haben sich die Mitgliedsunternehmen der Kölner Handwerkskammer positiv zur derzeitigen Konjunktur geäußert. Wie die Kölner Kammer am heutigen Montag mitteilte, stieg der Indexwert über alle Handwerksbranchen während der Sommermonate sogar weiter an. Als gut bezeichneten 43 Prozent der befragten Betriebe ihre derzeitige Geschäftslage, vier Prozentpunkte mehr als zur Herbstbefragung 2010. Umgekehrt bezeichneten nur noch acht Prozent der Befragten ihre derzeitige Geschäftslage als „schlecht“. Im Herbst 2010 waren es noch zwölf Prozent. Die Zahl derjenigen, die ihre eigene Lage als „befriedigend“ bezeichneten, blieb mit 49 Prozent konstant.

„Praktisch alle Handwerkszweige sind vom gegenwärtigen Wirtschaftshoch erfasst“, kommentierte HWK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ortwin Weltrich, die heutigen Umfragezahlen. Sogar die verbrauchernahen Handwerke wie beispielsweise Friseure, Bäcker oder Uhrmacher spüren die anziehende Binnennachfrage. An die guten Werte der Bau- und Metallbranchen kommen diese Segmente nicht an die guten umfragewerte heran. So bezeichneten weiterhin 19 Prozent der Betriebe aus dem Nahrungsmittelhandwerk die eigene Lage als „schlecht“, bei den so genannten „Gesundheitsberufen“ sind es immerhin noch 15 Prozent. Aber auch hier verbesserte sich das Saldo, wie die Kammer weiter berichtete. Im Bauhauptgewerbe dagegen ist die Stimmung geradezu euphorisch. Kein einziger der angeschriebenen Betriebe sprach von einer schlechten Geschäftslage. Spitzenreiter innerhalb der Ausbaugewerbe ist das Dachdeckerhandwerk, hier gaben drei Viertel aller Befragten an, dass die Geschäftslage gut sei, bei anderen Ausbaugewerken liegt der Anteil bei immer noch mehr als 50 Prozent. Verantwortlich dafür sei die wiederanziehende Konjunktur im Wohnungsbau, aber auch im so genannten Wirtschaftsbau.

Bei der Einschätzung der weiteren Entwicklung zeigen sich aber erste Abschwächungstendenzen. Nach 34 waren im Herbst nur noch 14 Prozent der Befragten der Meinung, dass es in den kommenden sechs Monaten noch weiter nach oben gehe. Der Anteil der Pessimisten hingegen stieg auf über ein Viertel (26 Prozent) an. „Die Konjunkturkurve im Handwerk hat vermutlich den Gipfel erreicht, die Verunsicherung über die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung zeigt sich in unserer Umfrage bei den zurückhaltenden Antworten zum kommenden Halbjahr“, so Weltrich weiter. Auf die Gesamtsituation wird das aber zunächst kaum Auswirkungen haben, bis zum Frühjahr 2012 soll die Entwicklung mindestens stabil laufen, so die Einschätzung der Kammer. Das zeigt sich auch bei der Personalpolitik. Hier liegt der Anteil der Betriebe, die bereits zusätzliches Personal eingestellt haben, bei einem Fünftel. Die Kammer errechnet daraus alleine im eigenen Zuständigkeitsbezirk einen Anstieg der Beschäftigtenzahl von 2000 bis 2500 bis zum Jahresende. Kritik übte Weltrich an der geplanten Verschärfung der Kölner Umweltzone und der Tempoverschärfung auf der Rheinuferstraße. In Richtung Berlin gesprochen forderte der Kammerverantwortliche ein Gesetz zur Förderung energetische Gebäudesanierung.







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