28. 05. 2012
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Wirtschaftswachstum in NRW soll 2008 höher als im Bundesdurchschnitt ausfallen
Nach RWI-Angaben lag die Wachstumsrate im vergangenen Jahr bei 2,6
Prozent und damit so hoch wie zuletzt vor 15 Jahren. 2007 konnte sich
das bevölkerungsreichste Bundesland zudem erstmals seit 2002 wieder an
das Gesamtwachstum in Deutschland annähern, wie die Konjunkturforscher
anhand vorläufiger Zahlen errechneten.
„Eines unser wichtigsten wirtschaftspolitischen Ziele scheint damit
erreicht, NRW hat aufgeholt. Die so genannten NRW-Sonderfaktoren, die
uns über Jahre schlechtere Werte als im Bund beschert haben, sind und
bleiben hoffentlich Geschichte“, erklärte NRW-Wirtschaftsministerin
Christa Thoben anlässlich der Veröffentlichung des Berichts „Wirtschaft
in NRW 2008“. Von der günstigen Konjunktur hat auch der Arbeitsmarkt
2007 kräftig profitiert. Die Arbeitslosenquote in NRW ging von 10,7
(Januar 2007) auf 8,6 (Dezember 2007) zurück. Die Zahl der Arbeitslosen
sank im Jahresdurchschnitt um 157.310. Zwar bleiben Risiken,
insbesondere im Export und an den US-Finanzmärkten auch weiterhin
bestehen. Doch NRW wird von diesen Risiken weniger deutlich betroffen
sein wie die deutsche Wirtschaft insgesamt, hofft Thoben.
Leitidee für das Standortmarketing: Talente, Technologie, Toleranz
„Be different or die“, nach dieser Marketingdevise gelte es nun, die
Stärken des Wirtschaftsstandortes Nordrhein-Westfalen herauszuarbeiten
und zur Profilierung des Landes im internationalen Wettbewerb zu
nutzen, so die Ministerin. Zur Vorbereitung der Standortkampagne habe
das Wirtschaftsministerium daher zwei Studien in Auftrag gegeben, die
das Potenzial Nordrhein-Westfalens als Kreative Ökonomie und die
Entwicklungschancen des Landes im Kontext der Metropolen und ´Global
City Regions´ beleuchten. „Beide Studien zeigen: Das Klischee von
Nordrhein-Westfalen als einem Land im Strukturwandel ist überholt“, so
die Wirtschaftsministerin. „Leitidee unserer Standortkampagne wird die
Kreative Ökonomie sein: Wir werden Nordrhein-Westfalen international
als einen Standort vermarkten und profilieren, in dem das Zusammenspiel
der drei Erfolgsfaktoren für eine Kreative Ökonomie, Talente,
Technologie und Toleranz besser funktioniert als in anderen Ökonomien.“
Nach den Studien der Unternehmensberatung Booz/Allen/Hamilton sowie des
Berliner Metropolenforschers Prof. Dr. Klaus Segbers verfügt
Nordrhein-Westfalen in diesen Themenbereichen schon heute über
erhebliche Stärken.
Innovationskraft gestärkt
So belege ein hoher Anteil an Patentanmeldungen und innovativen
Gründungen, dass die Wirtschaft im Lande in der Lage sei, Innovationen
zu entwickeln, an den Markt zu bringen und damit Beschäftigungswachstum
zu erzeugen. Auch im Bereich der Hochschul- und Forschungseinrichtungen
weise das Land deutliche Stärken auf, die hohe Anzahl gewachsener
Cluster biete eine sehr gute Grundlage für die künftige Förderpolitik.
Dazu sei die von der Landesregierung verabschiedete
Innovationsstrategie der richtige Ansatz, verbesserungsbedürftig sei
aber der Aufwand, den die Wirtschaft selbst in Sachen Forschung und
Entwicklung betreibt. Deutschlandweit führend ist Nordrhein-Westfalen
hinsichtlich der Standortvorteile bei den Rahmenbedingungen für
Kreativität und Innovation. Die Infrastruktur ist in vielen Bereichen
hervorragend und bietet damit die Grundlage für eine kreative und
erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung. Auch deshalb sei
Nordrhein-Westfalen nicht nur ein guter Standort für Großunternehmen
(146 der 500 Top-Unternehmen in Deutschland haben ihren Sitz in NRW)
sondern auch für die sogenannten Hidden Champions (mehr als ein Viertel
aller unbekannten Weltmarktführer haben ihre Heimat in
Nordrhein-Westfalen).
Den kompletten Bericht „Wirtschaft in NRW 2008“ finden Sie als Download unter www.wirtschaft.nrw.de.

























