28. 05. 2012
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DEG stellt Bilanz für 2010 vor
Die in Köln ansässige Deutsche Investitions- und Entwicklungshilfegesellschaft mbH, eine Tochtergesellschaft der Frankfurter Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), hat am gestrigen Mittwoch ihre Bilanz für das zurückliegende Geschäftsjahr vorgelegt. Bei einem stabilen Niveau an neuen Kreditzusagen, habe die KfW-Tochter ein positives Jahresergebnis erwirtschaftet, so die Verantwortlichen. Den entwicklungspolitischen Effekt der eigenen Geschäftstätigkeit stuft die Geschäftsführung als unverändert hoch ein. Die im vergangenen Jahr mitfinanzierten Vorhaben zur Förderung der Privatwirtschaft in Entwicklungs- und Schwellenländern erhielten im Geschäftspolitischen Projektrating (GPR) die Durchschnittsnote 2,4. Somit hat sich die Qualität gegenüber dem Vorjahr erneut leicht verbessert (2009: 2,5). Die DEG hat damit rund 115.000 Arbeitsplätze gefördert; dazu kommen über 220.000 indirekt Beschäftigte. Zudem werden die mitfinanzierten Unternehmen zu Staatseinnahmen in Höhe von über 490 Mllionen Euro pro Jahr beitragen und jährlich etwa 2,7 Milliarden Euro Nettodevisenerlöse erwirtschaften, teilten die Verantwortlichen weiter mit.
Dabei konnte die staatliche Bankentochter das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge auf 186 Millionen Euro steigern, im Vorjahren waren es noch 130 Millionen Euro. Im Verlauf des Geschäftsjahres zeigte sich, dass die im Vorjahr massiv erhöhte Risikovorsorge dank der verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den meisten Entwicklungs- und Schwellenländern wieder deutlich reduziert werden konnte. Nach Steuern verblieb ein Jahresüberschuss von 268 Millionen Euro, nach gerade einmal 51 im Jahr zuvor. "Dieses Ergebnis ist auch darauf zurückzuführen, dass wir 2010 wieder einige Beteiligungen mit Gewinn verkaufen konnten; in Sri Lanka etwa die an einer Entwicklungsbank, die die DEG über Jahrzehnte mitaufgebaut und begleitet hat", erklärte Bruno Wenn, Sprecher der DEG-Geschäftsführung. Zehn Millionen Euro werden als zweckgebundene Rücklage in die Bilanz eingestellt. Sie sind für Begleitmaßnahmen vorgesehen, die bei der Qualitätssicherung der entwicklungspolitischen Effekte zum Einsatz kommen. Der Rest des ausgewiesenen Gewinn wird als Gewinnrücklage in die Bilanz eingestellt, hieß es dazu weiter.
"Mit ihrer aufgrund der Gewinnthesaurierung wieder deutlich gestärkten Eigenkapitalausstattung verfügt die DEG über eine gute Risikotragfähigkeit und damit über eine belastbare Basis, um ihr Fördergeschäft aus eigener Kraft weiter auszubauen", so Wenn weiter. Bei den Neuzusagen erreichte die Fördergesellschaft mit 1,23 Milliarden Euro in etwa wieder das Niveau des Vorkrisenjahres. Im vergangenen Jahr war das Finanzierungsvolumen auf rund eine Milliarde Euro zurückgegangen. Aus diesen Finanzierungszusagen entwickelte sich nach Aussage der Bank ein Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von rund 7,7 Milliarden Euro. Die DEG investierte dabei mit knapp 230 Millionen Euro auch Klimaschutzprojekte. Allerdings ging das Niveau der Zusagen nach Afrika gegenüber dem Krisenjahr deutlich zurück (von 266 auf 227 Millionen Euro).
Die DEG fördert durch ihre Finanzierungszusagen vor allem kleine und mittlere Unternehmen, klimafreundliche Investitionen sowie die Zusammenarbeit mit dem deutschen Mittelstand. Für das laufende Jahr geht Wenn von einem Zusagenniveau in Höhe von etwa 1,2 Milliarden Euro aus. Die Eigenkapitalrendite der staatlichen Fördergesellschaft betrug im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre 6,1 Prozent. Den kompletten Geschäftsbericht finden sie auch im Internet unter: www.deginvest.de.

























