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28. 05. 2012
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Dyson Deutschland klagt über Plagiate und greift zur Tat


22.07.2011 22:23 von:

Schlagwörter: Köln,Dyson,Deutschland,Plagiate,2011,Juli,Bagger,Vernichtung,Staubsauger

Die deutsche Tochter des britischen Haushaltsgeräteherstellers Dyson Deutschland kämpft gegen Plagiate. Wie das Unternehmen am gestrigen Donnerstag bekannt gab, tauchte erst vor wenigen Tagen eine Fuhre mit gleich 800 Produktfälschungen ihren rotorlosen Ventilators "Air Multiplier" aufgebracht. Die Plagiate stammen aus China. Nachdem das Unternehmen in den Besitz der Fälschungen kam, legten die Verantwortlichen selbst Hand an. Sie zerstörten die minderwertigen Kopien aus Fernost mit einem Kranbagger. Die Aktion sah zwar spektakulär aus, dürfte aber der weit verbreiteten Produktfälschung kaum Einhalt gebieten. Dafür scheint die Gewinnspanne für Billigproduzenten trotz der Reise um den halben Globus groß genug. Der Ventilator ist ein hochpreisiges Produkt. Auf verschiedenen Internetportalen wird das futuristisch wirkende Funktionsmöbel ab 245 Euro angeboten.

Dabei ist es nicht wirklich verwunderlich, dass Dyson mit seinen innovativen Produkten wie dem beutellosen Staubsauger oder dem schnellsten Handtrockner der Welt eine beliebte Vorlage für Produktpiraten ist. "Erfindungen sind verbunden mit jahrelanger Arbeit. Ein Prozess des systematischen Ausprobierens. Der Dyson "Air Multiplier"-Ventilator wurde von 650 Ingenieuren und Wissenschaftlern in unserem Forschungs-, Design- und Entwicklungsteam entwickelt. Drei Jahre wurde an dem neuen Ventilator gearbeitet und über neun Millionen Euro wurden investiert. Seit der Markteinführung mussten wir jedes Jahr Millionen an Anwalts- und Gerichtskosten ausgeben, um mehr als 100 Nachahmerprodukte in 20 Ländern zu bekämpfen", führte Erich Geisser, Geschäftsführer von Dyson Deutschland, aus. Der Kampf gegen billige Imitate ist dabei integraler Bestandteil der inzwischen 18-jährigen Firmengeschichte.

Neben den rein wirtschaftlichen Argumenten wie Umsatzeinbußen sorgen sich die Verantwortlichen des US-Herstellers auch um den guten Ruf. In der Regel sind die Imitate mit dem bekannten Markennamen minderwertig. Die mangelhafte Qualität soll nicht auf den eigentlichen Hersteller der hochpreisigen Produkte zurückfallen. Aber nicht nur Billighersteller kupferten vom britischen Hersteller ab. Auch der US-Marktführer Hoover schaute sich die Technik des "Dual Cyclone"-Staubsaugers ab und brachte im Jahr 1999 ein eigenes beutelloses Modell auf den Markt. Mehr als ein Jahr später musste der US-Hersteller einen Patentrechtsverletzung zugeben, wie das Unternehmen mitteilte.







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