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27. 05. 2012
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Ford bekennt sich zu deutschen Standorten


14.06.2011 22:46 von:

Schlagwörter: Köln,Ford,Juni,2011,Fiesta,Produktionsstandort,Vorstand,Betriebsrat,Sicherung,Ve

Der Kölner Autobauer Ford-Werke GmbH hat sich am heutigen Dienstag festgelegt. Die deutschen Standorte in Köln und Saarlouis werden auch zukünftig innerhalb der Europa-Tochter des US-Autokonzerns eine überragend wichtige Rolle spielen. Die heute vorgestellten Pläne für die Fertigung der in der Pipeline befindlichen Neuauflagen von Erfolgsmodellen aus dem Sortiment des internationalen Konzerns lassen nur einen Schluss zu. Die Standorte Köln und Saarlouis werden damit langfristig gesichert. In dem mit Abstand größten Produktionsstandort Köln soll ab dem kommenden Jahr das komplett überarbeitete Kleinwagenmodell Fiesta endgefertigt werden. Große Hoffnungen setzen die Automanager auf die Produktion des verbrauchsarmen 1.0 l Duratec EcoBoost Motors. Der soll ab Herbst dieses Jahres in die neuen Fiesta-Modelle eingebaut werden und so den Produktionsstandort Köln weiter stärken. Die Domstadt wird mit dieser strategischen Entscheidung der einzige Fertigungsstätte des Fiesta in Europa. In Saarlouis werden die neuen Focus-Modell gefertigt, auch hier sollen die Arbeitsplätze langfristig gesichert werden, hieß es aus der Kölner Zentrale der Ford-Werke.

Ford, die Modelloffensive und ein Deal

In den kommenden drei Jahren sollen insgesamt 20 neue oder überarbeitete Modellreihen auf den Markt gebracht werden. Das Kölner Entwicklungszentrum, das erst kürzlich mit der Grundsteinlegung für einen Neubau einen sichtbaren und langfristigen Eindruck von der Ernsthaftigkeit des Ford-Engagements in Köln gegeben hatte, spielt dabei eine zentrale Rolle. Hier entwickeln die Fahrzeugingenieure Innovationen, Lösungen und ganze Modelle am Computer. Dabei hat das Merkenicher Design-Center sogar globale Bedeutung. Hier werden die Entwicklungskompetenzen für den Bau kleiner und mittelgroßer Fahrzeuge gebündelt, wie die Verantwortlichen ausführten. Der Kölner Fiesta soll mit einer Kapazität von mindestens 350.000 Fahrzeugen pro Jahr endgefertigt werden, so das Bekenntnis der Verantwortlichen.

Davon sollen vor allem auch diejenigen profitieren, die bislang eher im Schatten der regulären Belegschaft standen. Mehr als 200 so genannte "Agenturkräfte", die bisher in den Werken in Köln und Saarlouis ihren Dienst versahen, sollen reguläre Arbeitsverträge mit Ford erhalten. Dies und die weitere Selbstverpflichtung in Köln und Saarlouis auch die kommenden Generationen der Ford-Erfolgsmodelle Fiesta und Focus produzieren zu wollen, hatten Vorstand und Gesamtbetriebsrat zugleich in einer entsprechenden Vereinbarungen parafiert. Als Teil der europäischen Wachstumsstrategie und zur Stärkung der Standorte wird Ford in Europa mit dem Beginn des zweiten Halbjahres 2011 in allen Funktionsbereichen ebenso wie in einem Teil der europäischen Werke Neueinstellungen tätigen, um die Einführung neuer Fahrzeugmodelle sicherzustellen, so das Unternehmen weiter.

"In ihrer Gesamtheit ist die Vereinbarung in vielen Punkten wegweisend. Die gegenseitigen Zusagen sind sowohl für die Belegschaft als auch für die Ford-Werke GmbH von überragender Bedeutung. Die Vereinbarung ist darüber hinaus auch ein Vertrauensbeweis in die Leistungsfähigkeit unserer Belegschaft", bekannte Bernhard Mattes, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ford-Werke GmbH. Das Lob an den Gesamtbetriebsrat gab der postwendend zurück. "Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Meilenstein für die Zukunft von Ford in Deutschland und in Europa. Vor allem der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen schafft für unsere Belegschaft, ihre Familien und letztlich auch die beiden Wirtschaftsregionen Köln und Saarlouis Sicherheit in den nächsten fünfeinhalb Jahren und darüber hinaus", so Dieter Hinkelmann, Vorsitzender des Ford-Gesamtbetriebsrates. Die Beschäftigten selbst erfuhren von dieser Zusage am heutigen Dienstag in außerplanmäßigen Betriebsversammlungen an den beiden deutschen Standorten, so das Unternehmen abschließend.

Wirtschaftsdezernentin reagiert am späten Abend

Mit Erleichterung und Freude nahm auch die Kölner Wirtschaftsdezernentin Ute Berg die Ankündigung und Betriebsvereinbarung des größten Arbeitgebers in Köln zur Kenntnis. "Das ist ein guter Tag für den Standort Köln. Dass das größte Industrieunternehmen auch in Zukunft der Stadt Köln die Treue hält, erfüllt uns mit Freude", erklärte Berg. Die Wirtschaftsförderin sieht den Automobilstandort Köln sogar bis ins Jahr 2020 hinein gesichert. "Das bedeute sichere Arbeitsplätze und Investitionen vor Ort, so Berg. Nach der Grundsteinlegung für die Erweiterung des Designzentrums sei dies ein weiteres klares Bekenntnis zum Standort Köln", so Berg.







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