28. 05. 2012
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Ford stellte neue umweltfreundliche Modelle vor
Der Kölner Autoproduzent wird am morgigen Sonntag in Berlin anlässlich der Michelin Challenge Bindendum seine neuen Hybrid- und Elektrofahrzeuge vorstellen. Neben einer "Plug-in-Hybridversion" des Ford Escape wird dabei auch der neue Ford Transit Connect Electric vorgestellt, ein rein batteriebetriebenes Nutzfahrzeug des Ford-Erfolgsmodells Transit. Auf einer 300 Kilometer langen Intercity-Rallye sollen die Modelle ihre Alltagstauglichkeit unter Beweis stellen, hieß es dazu in der Ankündigung vergangener Woche. Insgesamt wird der Kölner Automobilhersteller vier neue Modelle präsentieren. Dazu zählen der Ford Fusion Hybrid, der bereits auf dem US-Markt eingeführt wurde, der Ford Escape Plug-In Hybrid sowie zwei leichte Nutzfahrzeuge vom Typ Ford Transit Connect Electric. Der Ford Transit Connect Electric ist das innovative Ergebnis einer Zusammenarbeit von Ford und dem amerikanischen Spezialisten Azure Dynamics, der seinen patentierten Force-DriveTM-Batterieantrieb in die Kooperation einbringt und damit eine Reichweite von bis zu 130 Kilometer ermöglichen soll. Die Dauer für ein vollständiges Wiederaufladen der Lithium-Ionen-Batterie beträgt dabei maximal zehn Stunden, betonte das Unternehmen.
An der Alltagstauglichkeit selbst hat der Autobauer keinen Zweifel, schließlich ist man in Köln bereits seit längerer Zeit mit einem Prototypen des Transit in Köln unterwegs, um im Rahmen des Modellprojekts "CologneE-Mobile" Praxiserfahrungen mit Elektrofahrzeugen zu gewinnen. Vor allem im Stadtgebiet können Elektrofahrzeuge ihren Null-Emissions-Vorteil ausspielen und dank der nicht vorhandenen Abgase einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung des Stadtklima leisten. Trotz der platzaufwändigen Batterien verfügt das Transit-Elektromodell über einen Laderaum mit einem Volumen von 3,8 Kubikmeterm. Weltweit gibt es bereits 40 Fahrzeuge, die alle zusammen bereits 50 Millionen Kilometer hinter sich gebracht haben, wie der Autobauer betonte.
Trotz aller Anstrengungen sind die deutschen Autobauer erst recht spät in die Gilde der Produzenten von batteriebetriebenen Pkw vorgestoßen. Während vor allem japanische und französische Autobauer bereits entsprechende Serienmodelle anbieten, befinden sich die deutschen Automobilproduzenten noch im Stadium der Vorbereitung auf die Serienreife. Allerdings ist Elektromobilität – zumindest in Deutschland – derzeit noch kein Massenmarkt. Nach jüngsten Schätzungen fahren auf deutschen Straßen derzeit gerade einmal etwas mehr als 2000 Elektrofahrzeuge im Straßenverkehr, darunter kein einziges aus deutscher Serienfertigung.

























