27. 05. 2012
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Kölner Studierendenvermittlung wirbt bei Unternehmen
Immer wieder wird über das bisweilen schwierige Verhältnis zwischen universitärer Ausbildung und Praxiserfahrung diskutiert. Auch wenn durch neue Formen der Drittmittelfinanzierung, innovative pädagogische Konzepte und Einrichtungen zur Hilfe bei Ausgründungen inzwischen an vielen Universitäten etabliert sind, bleibt für viele Studierende der Sprung ins kalte Wasser, wenn nach dem Bachelor oder Master der erste feste Arbeitsvertrag kommt. Auf der anderen Seite beginnen immer mehr Unternehmen zu spüren, was es mit dem künftigen Fachkräftemangel auf sich hat und – vor allem – welche Konsequenzen das für die eigene Nachwuchsrekrutierung hat. Großunternehmen locken die Besten mit hohen Einstiegsgehältern, einem Bündel von Sozialleistungen und dem attraktiven Image, das mit dem Job verbunden ist. Folglich ist eine immer häufiger gehörte Forderung, dass auch der Mittelstand sich stärker mit den Hochschulen vernetzen soll. Aber trotz Größenvorteilen spüren auch die Großen den zunehmenden "Kampf um die Besten". Angesichts des ökonomischen Druck in vielen Branchen stehen auch aufwändige Rekrutierungsmaßnahmen zunehmend auf dem Prüfstand. Das ermöglicht die Entstehung neuer Geschäftsmodelle und Player.
Eine Kölner Idee zur passgenauen Vermittlung
Das Kölner Unternehmen Jobmensa ist ein solcher Dienstleister, der konkrete Arbeitsangebote von Unternehmen an Studierende vermitteln will. Das größte Pfund, mit dem die Verantwortlichen werben, ist das Angebot an Studierenden und seine zeitnahe Vermittlung via Internet. Studierende erhalten durch geeignete Arbeitsangebote einen Einblick in die Herausforderungen der Berufswelt, Unternehmen den Griff auf den künftigen Fach- und Führungsnachwuchs. "175.000 Studenten aus ganz Deutschland warten bei uns auf Stellenangebote," wirbt Benjamin Roos, Jobmensa-Geschäftsführer. "Stellt ein Unternehmen eine neue Ausschreibung bei uns online, kann diese umgehend mit den bei uns registrierten Studentenprofilen abgeglichen werden. In fast allen Fällen liegen wir mit unserer Einschätzung goldrichtig und sowohl Unternehmen als auch Studenten sind hochzufrieden", berichtet Roos.
Dass dabei ganz nebenbei auch gängige Klischees, manchmal sogar Vorurteile gegenüber Studierenden abgebaut werden, ist für die Macher des Portals wohl eher ein willkommener Nebeneffekt. Angesichts des demografischen Wandels und seiner allmählich einsetzenden Folgen sehen die Kölner Jobmensa-Verantwortlichen den Vorteil in erster Linie in der zeitnahen und passgenauen Vermittlung der Bedürfnisse beider Seiten. Unpünktlichkeit und Laissez-Faire sind eher die Ausnahmen, wie Roos bestätigt. Der Clou bei der Vermittlung über Jobmensa ist die Vorauswahl. Unternehmen erhalten bei ihren Anfragen direkt Vorschläge geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten, werben die Macher. Tatsächlich berichten die Verantwortlichen über positive Rückmeldungen von beiden Seiten. Für Roos liegt die Begründung auch in der speziellen Motivation der angehenden Akademiker begründet: "Studenten suchen zwar meistens primär aus finanziellen Gründen nach einem Job, häufig ist die Arbeit aber auch eine willkommene Alternative zum trockenen Uni-Alltag, der oft aus zähem Nachbereiten langatmiger Vorlesungen besteht. In dieser Motivation sehe ich den eigentlichen Motor der studentischen Arbeitskraft. Darin steckt ungeahntes Potential, das von vielen Unternehmen jahrelang unterschätzt wurde", vermutet Roos.
Über Jobmensa
Das Unternehmen Jobmensa wurde Anfang 2008 in Köln gegründet. Inzwischen beschäftigt der Dienstleister mit Sitz in der Kölner Innenstadt zehn festangestellte und 20 freie Mitarbeiter. Studierende können ihr individuelles Profil kostenlos anlegen. Unternehmen zahlen bei erfolgreicher Vermittlung ("erfolgsbasiertes Zahlungsmodell"). Die Beratungsleistung geht dabei in beide Richtungen, verspricht das Unternehmen auf seiner Internetseite. Inzwischen können Stellenausschreibungen von rund 7000 Unternehmen automatisch mit den Bewerberprofilen abgeglichen werden. Pro Monat kommen eigener Aussage zufolge bis zu 8000 neue Bewerberprofile hinzu. Dafür gab es bereits diverse Erwähnungen in der Tages- und Fachpresse.Weitere Informationen zum Angebot des Kölner Dienstleisters finden sie im Internet unter: www.jobmensa.de.

























