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27. 05. 2012
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Kölnmesse tief in den roten Zahlen


23.06.2011 18:37 von:

Schlagwörter: Köln,Kölnmesse,2010,Geschäftsjahr,Rekordverlust,Rekordumsatz,Aufsichtsrat,Stadt-

Nach einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeiger hat die Kölnmesse im vergangenen Jahr einen Rekordverlust erwirtschaftet. Am gestrigen Mittwoch und damit wenige Tage vor der offiziellen Präsentation der Jahresbilanz fand nach Informationen der Kölner Lokalzeitung die jüngste Sitzung des Aufsichtsrates statt. Dabei soll der Vorstand den Kontrolleuren der Eigentümer eröffnet haben, dass der bilanzielle Verlust mit 34 Millionen Euro einen neuen Rekordwert erreicht habe. Vor allem hohe Mietzahlungen verhagelten demnach der Messegesellschaft die Bilanz. Zugleich bedeutet diese Bilanz das schlechteste Ergebnis der Unternehmensgeschichte, berichtete die Lokalzeitung in ihrer Online-Ausgabe weiter.

Dabei entwickelten sich die Umsätze durchaus positiv. Mit einem Jahresumsatz von 235 Millionen Euro erreichte das Unternehmen auch hier ein neues Allzeithoch. Allerdings war auch ein Einmaleffekt für den Umsatzanstieg verantwortlich. So hat die Kölnmesse im vergangenen Jahr den deutschen Pavillon in der chinesischen Metropole Shanghai organisiert. Das brachte der Kölnmesse alleine einen Umsatz in Höhe von rund 25 Millionen Euro. Das aber ist ein Einmaleffekt. In den Jahren seit 2007 summieren sich mit der jüngsten Bilanz die bilanziellen Verluste auf einen Gesamtbetrag von inzwischen rund 75 Millionen Euro.

Der Aufsichtsrat hatte bereits im Vorfeld der gestrigen Sitzung auf die bedrohlich wirkenden Bilanzzahlen reagiert. Nach der Einräumung einer zusätzlichen Kreditlinie im vergangenen Jahr (Köln Nachrichten berichtete) folgte in diesem Jahr der Beschluss des Aufsichtsrates nach zusätzlichen Sparmaßnahmen. Tatsächlich erarbeitete der Vorstand ein auf mehrere Jahre angelegtes Konsolidierungsprogramm. Dabei setzt das Management in allen Bereichen an, hinzu kommen aber auch Bemühungen die Veranstaltungshallen durch neue Angebote besser auslasten zu wollen. Auch das Auslandsgeschäft bleibe eine wichtige Säule des Unternehmens. Hauptgrund aber sind nach Angaben des Blattes und unter Berufung auf informierte Kreise die hohen Mietzahlungen an den Oppenheim-Esch-Fonds. Die jährlichen Mietzahlungen belaufen sich dabei auf insgesamt weit über 20 Millionen Euro. Allerdings könnte die Stadt hier sparen. Nachdem die Stadt auf Druck der EU-Kommission nun in einen Streit mit den Eigentümern eintrat, könnte die Miete möglicherweise durch Gerichtsbeschluss reduziert werden. Allerdings steht ein abschließender Termin für ein Urteil des zuständigen Landgerichts noch aus.







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