27. 05. 2012
Seite drucken
Kölnmesse verbessert Jahresergebnis um 15 Millionen Euro
Die Kölnmesse GmbH ist nach eigener Darstellung gut durch das Geschäftsjahr 2011 gekommen. Mit 235 Millionen Euro an Umsätzen habe die Messegesellschaft das gute Vorjahresergebnis nur knapp verfehlt (2010: 237 Millionen Euro). Damit verlief das Geschäftsjahr trotz zwischenzeitlicher Turbulenzen ausgesprochen erfolgreich. Ohne konkrete Zahlen zum Jahresergebnis zu liefern, scheinen die Verantwortlichen der Rückkehr in die Gewinnzone ein großes Stück näher gekommen zu sein. „Eine erstklassige Mannschaftsleistung. Denn dieses sehr gute Umsatzergebnis ist in erster Linie der Entwicklung unserer Messen zu verdanken. Im Durchschnitt sind die Veranstaltungen des Jahres 2011 bei vermieteten Flächen, Ausstellerund Besucherzahlen prozentual zweistellig gewachsen“, kommentierte Messechef Gerald Böse die vorläufigen Zahlen.
Bereits vor zwei Jahren hatte das Unternehmen begonnen, Kosten einzusparen. Nach einer Kreditbürgschaft der Stadt Köln vor Jahresfrist hatte das Management seine Anstrengungen um mehr Effizienz nochmals intensiviert. Demnach soll das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um rund 15 Millionen Euro verbessert worden sein. Weil die Kölnmesse aber weiterhin hohe Mietzinsen für die Nordhallen zu zahlen hat, bleibt das Ergebnis allerdings weiterhin im roten Bereich. Der Fehlbetrag soll jedoch geringer als zehn Millionen Euro sein, hieß es dazu weiter. Zu den Umsatz- und Gewinntreibern gehörten dabei vor allem die Messen im Kerngeschäft am Standort Köln. Besonders hob Böse die Möbelmesse imm Cologne mit der parallel dazu stattfindenden Living Kitchen® sowie die Spielemesse gamescom, die Online-Vermarktermesse dmexco, die spoga+gafa, die interzum und die IDS hervor. Im Durchschnitt der vergangenen vier Jahre legte der Umsatz um rund 15 Prozent zu.
Ausblick verhalten
Trotz der positiven Entwicklung bleibt die Messegesellschaft auch im kommenden Geschäftsjahr nach derzeitiger Planung defizitär. Die Umsätze sollen wegen eines schwächeren Messeturnus in einer Spanne zwischen 220 und 230 Millionen Euro liegen. Eine Rückkehr in die Gewinnzone ist nach Ansicht des Managements erst ab dem Jahr 2013 zu erwarten. Ab 2015 soll die Kölnmesse dann nachhaltig Gewinne für die Anteilseigner ausschütten. Diese Prognose hängt allerdings von der weiteren Entwicklung der weltweiten Konjunktur ab, wie Messechef Böse betonte.
Auf Druck aus der Politik machte die Verschlankung des Unternehmens auch in der Führungsebene nicht Halt. Mit Katharina C. Hamma kam eine erfahrene Messemanagerin von der Isar an den Rhein, sie ist nun für das operative Messegeschäft verantwortlich. Die anderen Geschäftsbereiche unterstehen der direkten Verantwortung von Gerald Böse. Erstmals wurde der Vertrieb in einem eigenen Geschäftsbereich zentralisiert. Alle Serviceleistungen und die Veranstaltungskommunikation sind im zentralen Geschäftsbereich Marktservices konzentriert. Die Zahl der Geschäftsbereiche Messemanagement wurde von sieben auf vier reduziert. Herbert Marner als Chief Financial Officer (CFO) mit den Zentralbereichen Finanzen & Controlling, IT, Personal, Einkauf und Infrastruktur bleibt weiter Mitglied im dreiköpfigen Vorstand der Messegesellschaft. Neben der Bestandspflege der Leitmessen sollen auch hier neue Themen und Formate entwickelt und die internationale Expansion vorangetrieben werden, hieß es dazu abschließend.


























