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27. 05. 2012
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KVB: Neue Wege zu mehr Kundendienst


07.07.2011 19:39 von:

Schlagwörter: Köln,Regelbetrieb,2011,Juli,Qualität,Kontrolle,extern,Dienstleister,KVB

In den vergangenen Jahren verzeichneten die Kölner Verkehrsbetriebe AG KVB in ihrem eigenen Kundenbarometer stetig steigende Werte. Doch gilt das Qualitätsversprechen, dass die stadtnahe Verkehrsgesellschaft ihren Kunden garantiert, auch ganzheitlich. Um beispielsweise herauszufinden, ob neben Sauberkeit, Sicherheit und Pünktlichkeit auch andere Qualitätsfaktoren im öffentlichen Personennahverkehr im Kölner Netz funktionieren, will sich die KVB nun regelmäßig von einem externen Dienstleister prüfen lassen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die econex Verkehrsconsult mit 20 Prüferinnen und Prüfern in einer Probephase die KVB einer Untersuchung unterzogen. Und genau diese externe Prüfdienstleistung wird nun in den so genannten Regelbetrieb übernommen, wie das Tochterunternehmen des Stadtwerke-Konzerns am heutigen Donnerstag bekannt gab.

Ausschlaggebendes Argument für den Auftrag sei die zentrale Bedeutung der eigenen Qualität, begründete KVB-Vorstandssprecher Jürgen Fenske die kontinuierliche Überprüfung des eigenen Unternehmens. Die Fahrgäste erheben Anspruch darauf, Busse und Bahnen schnell, sicher und komfortabel nutzen zu können. Vor allem möchten sie pünktlich und sicher in sauberen Fahrzeugen befördert werden, saubere Haltestellen vorfinden und funktionierende Anschlüssen zwischen den Verkehrsmitteln nutzen zu können, so das Ziel der Auftraggeber. Die Mitarbeiter der econex führen regelmäßig Testfahrten mit Bussen und Bahnen der KVB durch. Getestet werden der Fahrbetrieb und die Fahrzeuge, Haltestellen, Servicemitarbeiter, KundenCenter, der Fahrausweisprüfdienst und das Verbesserungsmanagement. Alle Linien in allen Stadtteilen Kölns durchlaufen regelmäßig diesen Qualitätstest, hieß es dazu weiter.

Im monatlichen Rhythmus sollen die Berichte der Prüfer künftig dem Auftraggeber zugeleitet werden. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen anschließend zeitnah durch geeignete Maßnahmen gemanagt werden, ganz im Sinne einer kontinuierlichen Verbesserung, wie der Vorstand darlegte. "Für die KVB gilt es, jeden Tag an der Qualität zu arbeiten. Hier liegt unsere Kernkompetenz. Qualität erbringen, Qualität sichern und im Problemfall aus Fehlern lernen", so Fenske zu den dahinter stehenden Zielen. Zugleich wiederholt das Unternehmen auch das eigene Qualitätsversprechen mit einer neuen Broschüre. Sollte es dennoch einmal zu Verspätungen kommen, erstattet das Unternehmen im Bedarfsfall bis zu 20 Euro für die Kunden. Inhaber eines Zeit-Tickets, die sogenannten Abokunden erhalten sogar Taxikosten von bis zu 30 Euro. Die Verspätung muss dafür mindestens 20 Minuten betragen und es darf keine ÖPNV-Alternative in der Nähe geben. Das gleiche Angebot gilt auch für Verschmutzung an Kleidungsstücken, die ursächlich auf fehlende Sauberkeit in den KVB-Anlagen und –fahrzeugen zurückzuführen sind. Neben den externen Prüfern hat die KVB bereits seit Jahren auch eigene Qualitätstester auf die Fahrt durch Köln geschickt. Den Anfang aller Qualitätssicherung in der KVB machte die Einrichtung eines Beirats im Jahr 1989. 15 Jahre später wurden die Mitglieder des Beirats zu ehrenamtlichen Qualitätstester, im vergangenen Jahr schließlich Qualitäts-Scouts.

Hinweise, Anregungen und Kritik zur Qualität im ÖPNV können sie auch direkt an das Verkehrsunternehmen richten. Die Rufnummer der Hotline lautet: 01803 / 50 40 30. Die Kosten liegen bei neun Cents pro Minuten aus dem Festnetz. Mobilfunkverbindungen können bis zu maximal 42 Cents pro Minute kosten.







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