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27. 05. 2012
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Microsoft eröffnet STIC – Lehrer und Bildungseinrichtungen als Zielgruppe


29.06.2011 22:19 von:

Schlagwörter: Köln,Microsoft Deutschland,STIC,School Technology Innovation Center,2011,Juni,Pl

Der Softwarekonzern Microsoft Deutschland hat in Köln das School Technology Innovation Center, kurz STIC gegründet. In der Kölner Niederlassung des US-Softwaregiganten sollen zukünftig Bildungs- und Computerexperten gemeinsam über neue Lösungen nachdenken. Außerdem will das Softwareunternehmen selbst über die Möglichkeiten des Einsatzes von IT im Schulunterricht informieren. Ziel ist eine optimale didaktische Einbindung moderner Medien in den schulischen Alltag. Das Unternehmen mit repräsentativem Sitz am Kölner Rheinauhafen bemüht sich schon seit Jahren um den Nachwuchs und den Ort, wo sie die Wissensbasis für ihr späteres Leben legen. So spendiert das Unternehmen beispielsweise mit seiner Aktion "Schlaumäuse" die Hardware an Bildungseinrichtungen. Mit einem IT-Supportzentrum für den Bereich Forschung und Lehre sowie für öffentliche Einrichtungen sollen die pädagogischen Anforderungen an eine optimale Softwareumgebung definiert werden. Nun soll das STIC in Köln die Lücke dazwischen schließen.</p< <p> Längst ist bekannt, dass moderne Präsentationsmedien die Lerngeschwindigkeit maßgeblich steigern. Das liegt vor allem an der größeren Lernmotivation der Beschulten, wie eine Bildungsstudie des Branchenverbandes BITKOM jüngst herausfand. Allerdings hinkt die IT-Ausstattung der Schulen noch immer deutlich hinter dem Anspruch zurück. An vielen Bildungseinrichtungen fehlt es an Personal Computern oder Notebooks. Auch die gute alte Kreidetafel ist längst noch keine Geschichte, sondern weiterhin in vielen Schulen das zentrale Instrument zur Wissensvermittlung. Unabhängig davon sind neben der Ausrüstung auch die Fertigkeiten im Umgang mit modernen Kommunikationsmedien notwendig, um den Unterricht optimal zu gestalten. Der Softwarekonzern hat aber auch ein ureigenes Interesse an diesem Thema und seiner Umsetzung, schließlich ist Microsoft eigener Aussage nach unangefochtener Marktführer im Bereich Bildungssoftware.

Expertenmeinungen

"Wir wollen im STIC zielgruppenspezifische Gruppenveranstaltungen organisieren. Neben der Vermittlung von Technologien wollen wir vor allem mit aktuellen Fallbeispielen die Möglichkeiten erläutern und zugleich neue Technologien vorstellen", erklärte Marianne Jannik, Mitglied der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland GmbH. Vor allem der Redeanteil am Unterricht lässt sich durch Einsatz geeigneter Software maßgeblich erhöhen und erhöhen so zugleich auch die Lerngeschwindigkeit. Der US-Softwareriese ist seit kurzem Mitglied im Branchenverband Didacta e.V.. Dessen Präsident Prof. Dr. mult. Wassilios E. Fthenakus sieht das mit großer Freude. In seiner Keynote bemerkte der Bildungsexperte, das Bildung im 21. Jahrhundert noch immer mit den Mittel des vorherigen Jahrhunderts durchgeführt wird. "Die Welt ist voller Medien", so Fthenakis weiter.

Bildungspolitik und Lehrpläne hinken hinter der Realität hinterher

Aber längst sind Aspekte der Medienkompetenz nicht überall und gleichermaßen als Bildungsziele akzeptiert. Lediglich in drei Bundesländern, darunter auch Rheinland-Pfalz, wird Medienkompetenz als eigenständiger Kompetenzbereich in den Lehrplänen berücksichtigt, in vier weiteren Ländern ist es immerhin ein ausdrücklicher Bestandteil. In neun Bundesländern aber findet Medienkompetenz in den Lehrplänen keine Erwähnung, so der Didacta-Präsident weiter. Dabei sei es gerade für die heutige Generation wichtig, die Kontrolle über Medien zurück zu gewinnen. "Medien sind kein Entwicklungsrisiko an sich", zitierte Fthenakis die Erkenntnisse jüngster Medienforschungen. Stattdessen müsse Bildung ganzheitlich betrachtet werden. So sollte Medienkompetenz zukünftig auch mit einer kritischen Auseinandersetzung mit Medienprodukten einhergehen. Allerdings müsste die Beschäftigung mit Medien im Schulunterricht auch entsprechend implementiert werden. Das setzt neben der IT-Ausstattung auch die "Software" – in diesem Fall die Didaktik und Kenntnisse des Lehrpersonals – voraus. "Andere Länder sind uns da voraus", so der Didacta-Präsident abschließend.







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