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27. 05. 2012
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Netcologne erhöht Gewinn im Geschäftsjahr 2010


08.06.2011 16:06 von:

Schlagwörter: Köln,Netcologne,2011,Juni,Bilanzpressekonferenz,SWK,Telekommunikation,Breitband,

Nach einem kurzfristigen Gewinneinbruch im vorangegangenen Geschäftsjahr hat das stadtnahe Telekommunikationsunternehmen Netcologne GmbH in diesem Jahr wieder deutlich bessere Ergebniszahlen vorgestellt. Bei der heutigen Bilanzpressekonferenz gaben die Verantwortlichen bekannt, dass das Ergebnis vor Steuern und vor außerordentlichem Ergebnis ein Plus in Höhe von 16,8 Millionen Euro aufwies. Im Jahr zuvor hatte das Unternehmen keine Bilanz-Pressekonferenz abgehalten, die Geschäftszahlen wurden – etwas versteckt – im Geschäftsbericht die Beteiligungsholding GEW AG, veröffentlicht. 11,1 Millionen Euro hatte der Konzern im Jahr 2009 als Gewinn erwirtschaftet.

"Wir sind mit dem Geschäftsjahr 2010 sehr zufrieden. Trotz Wirtschaftskrise und verschärfter Wettbewerbssituation haben wir unser operatives Ergebnis deutlich verbessern können", sagte Geschäftsführer Karl-Heinz Zankel auf der heutigen Präsentation der Zahlen. Der Umsatz war mit rund einer Viertel Milliarde Euro deutlich geringer ausgefallen als im Vorjahr (2010: 332 Millionen Euro). "Gut behauptet", so beschrieb Zankel die Qualität dieser Zahlen. Für den neuen Sprecher der Geschäftsführung, Dr. Hans Konle, war die heutige Pressekonferenz eine Premiere. Der Telekom-Manager hat erst im Vormonat seinen neuen Posten angetreten. Und gleich in seiner ersten Bilanz wies das Unternehmen nach dem Vorjahresergebnis einen deutlichen Ergebnisanstieg bei gleichzeitig sinkenden Umsätzen aus.

Netcologne bleibt Marktführer

Schwerpunkte der Geschäftstätigkeit im vergangenen Jahr war das "Brot- und Buttergeschäft" eines regionalen Carriers, die Versorgung mit Netzzugängen verschiedenster Art. Zum Jahresende 2010 hatte NetCologne rund 280.000 TAL-Anschlüsse und rund 91.000 Anschlüsse auf das eigene Netz geschaltet. Schon vor einigen Jahren hat das Unternehmen die private Konkurrenz mit Marktanteil jenseits der 50-Prozent-Marke klar hinter sich gelassen. Diese Position konnte das Unternehmen eigener Aussage zufolge in jedem Fall halten. Auch mobil tat sich was. Die Zahl der Mobilfunkkunden erhöhte sich bis Jahresende auf rund 28.000. An das TV-Netz waren rund 186.000 Kunden angeschlossen. Damit habe man die starke Marktposition in der Region klar verteidigt, erklärte Zankel.

Als wichtigen Punkt für die Unternehmensentwicklung wertet die stadtnahe Telekom-Gesellschaft den kontinuierlichen Ausbau des eigenen FttB-Netzes (Fibre-to-the-Building). Mit FttB werden die Gebäude direkt an das NetCologne-Glasfasernetz angeschlossen. Damit ist das Unternehmen auf der "letzten Meile" nicht mehr auf Leitungen der Deutschen Telekom angewiesen, was Kosten spart und ein wesentlich größeres Leistungsangebot ermöglicht. Ende 2010 waren rund 22.000 Gebäude an das FttB-Netz von NetCologne angeschlossen und rund 50.000 Kunden aufgeschaltet. Ein Jahr zuvor lag diese Zahl noch bei Vorjahr: 15.500 Gebäude und 36.000 Kunden. Weitere 41.000 Anschlüsse wurden auf das eigene Multikabel-Netz (HFC = Hybrid Fiber Coax) geschaltet, auch das ein Zuwachs von rund 4000 Kunden.

"Wir bauen hier in der Region eines der modernsten und schnellsten Datennetze in Europa auf. Mit dem Glasfasernetz würden heute bereits Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s für Privatkunden angeboten. Der Aufbau einer solch leistungsstarken Infrastruktur sei eine Investition in die Zukunft, denn in den kommenden Jahren werde die Vielfalt der Online-Anwendungen und damit der Bandbreitenbedarf stark zunehmen", erklärte Netcologne-Chef Konle. Als Beispiele für mögliche Anwendungen nannte der Telekom-Manager Haushaltsgeräte, die per Web gesteuert werden, medizinische Überwachungsgeräte, mit deren Hilfe der Arzt online die aktuellen Werte seines Patienten ablesen kann, oder Web-Portale für das e-Government von Kreisen und Kommunen. "All diese Anwendungen brauchen vor allem eins: schnelle und leistungsfähige Netze", so Konle weiter. Außerdem denkt das Unternehmen auch über neue Formen der Zusammenarbeit nach. Vorstellbar seien hier Breitbandpartnerschaften mit anderen Kommunen außerhalb des derzeitigen Vertragsgebiets, so Konle abschließend.







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