Wetter



Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter

Follow us

20. 11. 2014
Seite drucken

Rheinenergie erweitert Fuhrpark um fünf Elektrofahrzeuge


28.09.2011 00:05 von:

Schlagwörter: Köln,Rheinenergie,2011,September,Versorger,E-Wolf,Fiat,Anschaffung,Elektroauto

Der Kölner Versorger Rheinenergie AG ist vielfältig engagiert. Als einer der größten deutschen Energieversorger spielt das Thema Elektromobilität und alternative Energien schon seit einiger Zeit eine gewichtige Rolle. Nach Eröffnung der ersten Stromtankstelle in der Lungengasse, unweit des Kölner Neumarkts, und der Beteiligung am Modellprojekt zur Alltagstauglichkeit von elektrobetriebenen Fahrzeugen hatte sich der Vorstand entschlossen, ein Zeichen zu setzen. "Wir wollen Köln smarter machen", so der Leitsatz, den Arbeitsdirektor und Personalvorstand Thomas Breuer bei der Präsentation der Elektrofahrzeuge am heutigen Dienstag gleich mehrfach zum Besten gab. Dabei habe man sich mit dem seit September 2010 in Frechen ansässigen Spezialist für Elektrofahrzeuge E-Wolf zusammengetan. Dessen Geschäftsführer Frank Maiworm äußerte sich ebenfalls zufrieden mit dem Deal. Ãœber den Kaufpreis aber wollten die Beteiligten nicht sprechen, schließlich gibt es bei dem Frechener Unternehmen keine Fahrzeuge "von der Stange". Auch die fünf neuen Betriebsfahrzeuge sind Sonderanfertigungen für den Kunden Rheinenergie. Vor allem bei der Sicherheit legten beide Seiten hohe Maßstäbe an.

Elektromobilität derzeit nur im Dauerbetrieb rentabel

Trotz dieser Anschaffung bleiben Elektrofahrzeuge derzeit aber noch ein ausgesprochen seltenes Bild. Damit sich das ändert, müssen die Bauteile eines Elektrofahrzeugs, insbesondere die Batterien, nicht nur leistungsfähiger sondern auch günstiger werden. Wie Maiworm verriet, kostet alleine die Batterie zwischen 15.000 und 20.000 Euro, pro Exemplar."Wir stecken in einem Dilemma. Ein Elektrofahrzeug rechnet sich derzeit nur im Dauerbetrieb", erläuterte Maiworm. Das ergibt sich aus der simplen Rechnung von höheren Anschaffungskosten und einem derzeit deutlich günstigeren Strom. Pflegedienste oder Busbetriebe sind dabei nur zwei der möglichen Zielgruppen. Auch der Versorger Rheinenergie, der in Köln Trinkwasser, Gas und Strom liefert, ist ein solcher Kunde. Der Fuhrpark des stadtnahen Unternehmens umfasst rund 500 Fahrzeuge, wie Vorstand Breuer ausführte. Als Kunde begeistern ihn vor allem die hohe Wartungsfreundlichkeit. "In den Wagen gibt es kein Getriebe und auch sonst deutlich weniger Verschleißteile. Diese Fahrzeuge sind absolut alltagstauglich", konstatierte der Rheinenergie-Vorstand.

Nicht nur reden, handeln

Zu genau dem gleichen Ergebnis kam unlängst auch der offizielle Zwischenbericht der Universität Duibsurg-Essen, der das Modellprojekt "mobil E-Cologne" wissenschaftlich begleitet. Zusammen mit dem Autobauer Ford und der Stadt Köln werden der Alltagsbetrieb von bis zu 20 solcher Elektrofahrzeuge unter die Lupe genommen. Im Rahmen dieses Projekts ist der Kölner Energieversorger für Fragen der Infrastruktur und der möglichen Abrechnungsmodelle zuständig. Längst betreibt das Unternehmen ein halbes Dutzend solcher Stromtankstellen, nicht alle aber sind öffentlich zugänglich. Viel wichtiger für den Energieversorger sind jedoch Fragen der Versorgungssicherheit und der möglichen Abrechnungsmodelle. "Wenn nur ein Fahrzeug an der Steckdose an einem Hotel auflädt, ist das kein Problem. Wenn es irgendwann einmal zehn sind, sieht das schon anders aus", erläuterte Breuer. Ein weiteres Problem könnte die Einführung der so genannten "Schnellladeoption" sein. Damit dauert der Ladevorgang statt sechs bis sieben nur noch eine Stunde. "Dann aber muss die Rheinenergie noch dicke Leitungen bauen", so ein leitender Angestellter des Frechener Autobauers. Die Investition ist aber vor allem als Impuls gedacht. "Zu viele reden nur darüber. Die Rheinenergie handelt", so der Tenor der beiden Vertragspartner. Schon gibt es erste Anfragen anderer stadtnaher Gesellschaften des Stadtwerke-Konzerns, wie Breuer andeutete.

Die fünf Fiat-Fahrzeuge des Kleinwagenmodells Panda verfügen im Stadtverkehr über eine Reichweite von 100 bis 120 Stundenkilometer. Die "Li-Keramik"-Batterien sind nach Auskunft des Frechener Anbieters die modernsten, die derzeit auf dem Markt sind. Im Gegensatz zu anderen Modelle sind die hier eingesetzten, in hohem Maße feuer- und brandsicher. Sie haben eine Kapazität von 13,8 kWh und eine nominale Spannung von 345 Volt. Der Anbieter gibt auf Motor, Inverter und Batterie eine Garantie über 36 Monate. Ansonsten aber lassen sie sich wie ganz normale Wagen fahren, wie Breuer abschließend berichtete. Dank des Einsatzes von Ökostrom spart alleine eines der neuen Fahrzeuge auf 10.000 Kilometer gegenüber einem Modell mit herkömmlichem Verbrennungsmotor 1,2 Tonnen Kohlendioxid. Das sei ein weiterer Baustein des hauseigenen klimaschutzprogramm "Energie & Klima 2020", wie das Unternehmen in seiner Pressemeldung abschließend erläuterte.







Artikel Service