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27. 05. 2012
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Rheinenergie übernimmt Ersatzversorgung der Teldafax-Kunden


15.06.2011 07:52 von:

Schlagwörter: Köln,Teldafax,Pleite,Rheinenergie,Ersatzversorgung,2011,Juni,Stromanbieter,Gasan

Kunden des Energiedienstleisters Teldafax können zumindest in Köln darauf hoffen, dass auch weiterhin warmes Wasser aus ihren Leitungen kommen und der Kühlschrank kalt bleibt. Wie der stadtnahe Versorger Rheinenergie AG am heutigen Mittwochmorgen mitteilte, wird das Unternehmen ab sofort die so genannte "Ersatzversorgung" übernehmen. Die ehemaligen Teldafax-Kunden erhalten somit weiterhin Gas und Strom, nur diesmal aus dem Netz der Rheinenergie. "Lieferausfälle muss niemand befürchten, sowohl die Strom- als auch die Gasversorgung gehen normal weiter", versicherte das Unternehmen in seiner Pressemitteilung.

Betroffen davon sind nach Angaben von Rheinenergie-Pressesprecher Christoph Preuß im gesamten Versorgungsgebiet des Regionalversorgers im Großraum Köln mehrere Tausend Kunden. Bereits in den kommenden Tagen will das Unternehmen den unerwarteten Zustrom potenzieller Neukunden mit einem Angebotsschreiben über die eigenen Tarife informieren. Allerdings können die betroffenen Haushalte sich neben dem Angebot der Rheinenergie auch für einen anderen Anbieter entscheiden. Die Ersatzversorgung ist gesetzlich geregelt und gilt für einen Zeitraum von vier Wochen. In diesem Zeitraum zahlen die Kunden den regulären Tarif des Ersatzversorgers, in diesem Fall der Rheinenergie. Der Preis entspricht dabei dem Tarif in der "Grundversorgung", so Preuß gegenüber Köln Nachrichten.

Das Unternehmen Teldafax hatte erst vor wenigen Tagen seinen Sponsoringvertrag mit dem Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen gekündigt. Auch vonseiten der Strom- und Gasproduzenten gab es zuletzt Kritik am Unternehmen. Mit dem Gang zum Amtsgericht hat der Troisdorfer Energiedienstleister nun die Reißleine gezogen und für ein regelrechtes Erdbeben auf dem deutschen Strommarkt gesorgt. Das Unternehmen hatte eigenen Angaben zufolge bundesweit mehr als 700.000 Kunden. Sich selbst bezeichneten die Verantwortlichen als "größten, unabhängigen Energieanbieter". Verbraucherschützer bezeichneten die Pleite als "Sargnagel für den Wettbewerb" auf den Energiemärkten. Zum Insolvenzverwalter bestimmte das zuständige Amtsgericht den Düsseldorfer Rechtsanwalt Biner Bähr.







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