27. 05. 2012
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Strabag AG: Erfolgreich in 2010
Der Baukonzern Strabag AG hat im zurückliegenden Geschäftsjahr Umsatz und Ergebnis seiner Geschäftstätigkeit deutlich erhöhen können. Wie das Unternehmen auf seiner gestrigen Bilanzpressekonferenz bekannt gab, habe man die Ergebniszahlen vor und nach Zinsen (EBT und EBIT) im jeweils zweistelligen Prozentbereich verbessern können. Auch beim Konzernergebnis gab es ein deutliches Wachstum. Allerdings fielen die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr eher verhalten aus. Grund dafür sind die leichten Rückgänge beim Auftragseingang sowie bei der Bauleistung. Nach Einschätzung des Strabag-Vorstands Dr. Thomas Birtel wird sich daran so schnell auch nichts ändern. Das liegt vor allem an der Zurückhaltung der öffentlichen Auftraggeber bei der Vergabe großer Straßenbauaufträge, dem Kerngeschäft der Kölner Strabag AG. Trotzdem schloss das Unternehmen mit einem Vorsteuerergebnis (EBT) in Höhe von 110 Millionen Euro ab, im Vorjahr betrug dieser Wert noch 94 Millionen Euro. Auch vor Zinsen konnte der Kölner Baukonzern das Ergebnis deutlich (plus 18 Prozent) auf 120 Millionen Euro steigern. Nach Steuern blieb ein Konzernergebnis in Höhe von 96 Millionen Euro, nach 83 Millionen im Jahr zuvor.
So ging der Auftragseingang der Gruppe im Vergleich zum Vorjahreswert leicht um 3,3 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro zurück. Während der Auftragseingang im Segment Verkehrswegebau nur geringfügig unter dem des Vorjahres lag, war der Rückgang im Segment Beteiligungen Österreich signifikant. Allerdings profitierte das Unternehmen im vergangenen Jahr von einem Großauftrag aus Polen. Der leichte Rückgang bei der Produktionsleistung des Unternehmens (3,3 Prozent weniger auf ebenfalls rund 3,9 Milliarden Euro) begründete der Strabag-Vorstand mit der ungewöhnlich langen Frostperiode zu Beginn und zum Ende des vergangenen Jahres hin. Wegen der Schwerpunktsetzung auf Deutschland und Zentraleuropa war Strabag hier besonders betroffen, hieß es dazu weiter.
Das Auslandsgeschäft wurde im vergangenen Geschäftsjahr weiter forciert. Mit einem Umsatzanteil von 54 Prozent erwirtschaftet das Unternehmen mehr als die Hälfte seiner Umsätze im Ausland. Der Auftragsbestand betrug im vergangenen Jahr rund 3,6 Milliarden Euro, die durchschnittliche Mitarbeiterzahl stieg leicht von 10.192 auf 10.267. Für das laufende Geschäftsjahr gab sich Birtel vorsichtig optimistisch. Man habe eine solide Basis. So stieg das ausgewiesene Eigenkapital im Konzern um 91 auf nunmehr 652 Millionen Euro. Damit liegt die Eigenkapitalquote des Konzerns nun bei 42 Prozent, ein Prozentpunkt mehr als ein Jahr zuvor. Die Aktionäre sollen nach dem Willen des Vorstands eine Dividende in Höhe von 1,04 Euro je Anteilsschein erhalten.

























