27. 05. 2012
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TÜV checkt Servicequalität und Sicherheit von Zoologischen Gärten
In Deutschland gibt es mehr als 800 Zoologische Gärten oder Tierparks, vor allem für Familien sind diese Ausflugsziele ausgesprochen beliebt und zählen häufig zu den Top 3 der Hauptattraktionen einer Stadt. Das ist auch in Köln nicht anders, der Kölner Zoo kommt – nur geschlagen von Kölner Dom und seinen geschätzten rund sechs Millionen Besuchern – mit immerhin 1,5 Millionen Zuschauern auf einen hervorragenden zweiten Rang der meistbesuchten Attraktion in der Millionenstadt am Rhein. Weil sich in den großen Zoos an sonnenreichen und warmen Sommerwochenenden bis zu 30.000 Besucher gleichzeitig aufhalten, ist ein Qualitätsmanagement in den deutschen Zoos eine notwendige Voraussetzung für gute Qualität im Kundenservice und die Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien. An dieser Stelle kommt der Kölner Prüfkonzern TÜV Rheinland ins Spiel.
Einhaltung der Richtlinien muss unabhängig geprüft werden
Als eine der größten Prüforganisationen weltweit – in Deutschland ist nur der TÜV Süd noch etwas umsatzstärker – bietet der Kölner TÜV seine Prüfdienstleistungen auch für eben jenes Qualitätsmanagement an, mit dem Zoos Service und Sicherheit im Sinne der Besucher garantieren wollen. Neben einer klaren Definition der Prozesse und Abläufe in einem Zoo nehmen die Experten der Prüfgesellschaft auch Serviceaspekte unter die Lupe und die fangen schon am Eingang an. Allzu lange Warteschlangen sollten vermieden werden, raten Experten. Eine gut sicht- und lesbare Beschreibung der Gehege sowie kompetentes Personal sind weitere Aspekte, die ein guter Zoo leisten sollte. So ist denn auch klar geregelt, wie mit der Situation eines hilflosen Kindes umzugehen ist, dass im Zoo ohne seine Eltern angetroffen wird. Was für die Eltern den Stressfaktor von einer auf die andere Sekunde in die Höhe treiben kann, ist für das Zoopersonal Routine. Im Kölner Zoo kann dieser Fall in Spitzenzeiten bis zu 20 Mal auftreten, pro Tag.
Sogar die Notfallpläne, wie zum Beispiel der Ausbruch eines Raubtiers, sind in den betriebsinternen Abläufen und Verantwortungsbereichen des Personals geregelt, wie auch Kölns Zoodirektor Theo Pagel bestätigte. "Selbstverständlich gibt es im Kölner Zoo - wie in anderen wissenschaftlich geleiteten Zoos und Aquarien auch - Notfallpläne, etwa für einen Feueralarm oder wenn ein Tier tatsächlich ausbrechen sollte. Im Kölner Zoo gibt es dafür auch eigens geschulte Mitarbeiter", versicherte Pagel. Die TÜV-Prüfer setzen bei ihren Prüfdienstleistungen auf ein möglichst realistisches Test-Design So wurde beispielsweise im Tierpark Hellerbrunn in München ein Mitarbeiter ohne Wissen seiner Kolleginnen und Kollegen in ein Raubtierkostüm gesteckt und der Notfallplan während des Regelbetriebs durchgeführt, wie eine TÜV-Auditorin beschrieb.

























