27. 05. 2012
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Telekommunikationsdienstleister hat neuen Mehrheitseigentümer
Der in Berlin ansässige Telekommunikationsdienstleister Versatel hat einen neuen Eigentümer. Der US-amerikanische Investor KKR hat nun das Kölner Unternehmen für eine Investitionssumme 240 Millionen erworben, teilte die Nachrichtenagentur Reuters am heutigen Donnerstag mit. Mit neuer Eigentümerstruktur soll Versatel zum "bevorzugten Netzwerkpartner für Groß- und Geschäftskunden" umgebaut werden, wie die Beteiligten gegenüber Reuters bestätigten. "Mit seiner Marke und seinem exzellenten Glasfasernetz ist Versatel ein im europäischen Telekommunikationsmarkt einzigartiges Unternehmen", lobte KKR-Manager Henrik Kraft. Zukünftig soll über eine Zusammenarbeit mit dem vormaligen Großaktionär United Internet AG verhandelt werden, hieß es dazu weiter. Innerhalb einer 18-monatigen Sperrfrist kann sich das Unternehmen aus Montabaur wieder mit einer Sperrminorität an Versatel beteiligten.
Derzeit befinden sich mit 97 Prozent bereits der überwiegende Teil der Aktien in Besitz von KKR. Es ist geplant, die derzeit noch börsennotierte Gesellschaft schnellstmöglich aus dem Börsenhandel herauszunehmen. Die Details der Veränderungen gab das Unternehmen ebenfalls bekannt. So erhalten die drei Versatel-Großaktionäre, Apax Partners (41,7 Prozent), Cyrte (25 Prozent) sowie United Internet (25,2 Prozent) jeweils 5,50 Euro pro Anteil. Alle anderen Aktionäre werden mit einem verbesserten Angebot in Höhe von 6,70 Euro je Anteilsschein ausgezahlt, hieß es dazu. Nach Bekanntwerden der Nachricht stieg der Aktienkurse des Unternehmen am gestrigen Mittwoch sprunghaft an. Für den Verkäufer United Internet fließt durch den Verauf zugleich eine Ertrag in Höhe von rund 15 Millionen Euro in die Kasse. Der Löwenanteil der vereinbarten Verkaufspreises in Höhe von 63,2 Millionen Euro wird allerdings für weit über ein Jahr gestundet. So soll nach Ablauf der Friedenspflicht geprüft werden, ob das Kommunikationsunternehmen United Internet danach wieder in Versatel einsteigen oder das Unternehmen gar komplett einsteigen zu wollen. Ein vollständiger Rükkauf der Versatel-Aktien durch den Verkäufer ist jedoch eher unwahrscheinlich.

























