27. 05. 2012
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WestLB: Trinkaus prüft Übernahme einzelner Unternehmensteile
(TB) Die Aufteilung der Westdeutschen Landesbank WestLB lockt erste Interessenten an. Andreas Schmitz ist Chef der Düsseldorfer Privatbank Trinkaus. Er bestätigte der "Financial Times Deutschland" in der Montagsausgabe, dass sich sein Haus in Gesprächen mit der WestLB befindet. Experten gehen davon aus, dass HSBC Trinkaus sich vor allem für den Bereich "Strukturierte Finanzierungen" interessiert. Die Verhandlungen stehen allerdings noch am Anfang. Ein Sprecher der WestLB gab bekannt, dass es Interessenten für den Kauf von Teilbereichen gibt, Detals wurde allerdings nicht benannt.
Die Aufspaltung der WestLB ist Ergebnis der Auseinandersetzungen mit der EU-Kommission. Es geht um öffentliche Garantien und Beihilfen. Der Bund und die Bank verhandeln derzeit mit den Brüsseler Wettbewerbshütern über ein Modell, nach dem von der WestLB nur noch eine "Verbundbank" bleiben soll, die dann als Dienstleister für Sparkassen auftritt. Die übrigen Teile sollen möglichst verkauft oder der bereits etablierten "Bad Bank" zugeschlagen werden.
Eine Schlüsselrolle spielt dabei der vormalige CDU-Bundestagsabgeordnete und Finanzexperte Friedrich Merz. Er sollte den Komplettverkauf abwickeln, weil der aber vom Tisch ist, scheint auch Merz aus dem Rennen. Der ehemalige CDU-Politiker sitzt allerdings auch im Aufsichtsrat von "HSBC Trinkaus".
WestLB-Chef Dietrich Voigtländer hatte zuletzt wegen zahlreicher ungelöster Fragen bei der geplanten Aufspaltung des einstigen Flaggschiffs der Landesbanken Alarm geschlagen. Gelingt keine Einigung mit der EU-Kommission, steht die WestLB vor der Abwicklung.
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