27. 05. 2012
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DEG stabilisiert Vorjahresergebnis
Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft DEG hat im zurückliegenden Geschäftsjahr 2011 insgesamt rund 1,22 Milliarden Euro an Neuzusagen vergeben. Das sind lediglich rund zehn Millionen Euro weniger als ein Jahr zuvor. Knapp die Hälfte davon, also rund 509 Millionen Euro davon flossen in Beteiligungen und die so genannten Mezzanine-Finanzierungen, wie die Verantwortlichen am heutigen Dienstag in Köln ausführten. Zugleich ist seit Beginn dieser Woche ein großer und auffälliger Schriftzug an der Außenfassade der DEG-Zentrale an der Kölner Nord-Süd-Fahrt erkennbar, der auf das 50-jährige Jubiläum der DEG verweist. Insgesamt, so legt der Jahresbericht der DEG nahe, hat sich das Ergebnis in etwa auf Vorjahresniveau stabilisiert.
Erfolg im Netzwerkverbund
Bei ihren internationalen Finanzierungsaktivitäten stützt sich die bundeseigene DEG auf ein weltweites Netzwerk von Partnerunternehmen und -institutionen. "Entwicklung ist ohne die Privatwirtschaft nicht möglich. Ein aktueller Bericht von 31 Entwicklungsfinanzierern zeigt auf, wie diese maßgeblich zu Wachstum und neuen Arbeitsplätzen beitragen. Jährlich stellen sie privaten Unternehmen in Entwicklungsländern mehr als 40 Milliarden US-Dollar zur Verfügung", erklärte Bruno Wenn, Sprecher der DEG-Geschäftsführung, auf der heutigen Jahrespressekonferenz. Vor allen im Bereich Beteiligungen und Mezzanine-Finanzierungen gab es gegenüber dem Vorjahr im Jahr 2011 ein stattliches Plus. Deren Anteil stieg von 344 auf nunmehr 509 Millionen Euro, ein Anstieg von 48 Prozent. 2002 lag diese Zahl noch bei 79 Millionen Euro.
Ziel der DEG ist dabei auch weiterhin durch die Vergabe von Kapital in den weniger entwickelten Ländern dieser Welt präventiv zu wirken. So fördert die DEG beispielweise durch ihre Finanzierungsinstrumente die Eigenkapitalbasis der häufig unterkapitalisierten Firmen. So erhalten die mehr Sicherheiten, zum Beispiel für weitere Kredite, aber auch Investitionen. Besonders in Schwarzafrika sei man damit erfolgreich gewesen in der jüngeren Vergangenheit, wie die Verantwortlichen berichteten. Hier konnte trotz bisweilen schwieriger Situationen das Neugeschäft mit 233 Millionen Euro noch einmal erhöht werden (2010: 227 Millionen Euro). Zielland Nummer 1 der Bemühungen der DEG aber bleibt Asien mit einem Volumen von 449 Millionen Euro vor Lateinamerika mit 348 Millionen Euro. 41 Prozent der so geförderten Unternehmen entstammen dem Finanzsektor, ein rundes Drittel (342 Millionen Euro) ging in die Finanzierung von Infrastrukturprojekten. Es folgten Finanzierungszusagen für Industrieunternehmen mit 270 Millionen Euro und die Agrar- und Ernährungswirtschaft mit 86 Millionen Euro. Mehr als 100 deutsche Unternehmen begleitete die DEG bei ihren Investitionsvorhaben in einem Entwicklungsland.
Im laufenden Jahr soll das Neugeschäft weiter wachsen, allerdings nur moderat. DEG-Chef Wenn nannte die Marke von 1,3 Milliarden Euro als Zielmarke. Zentrale Region wird der afrikanische kontinent bleiben, hieß es dazu weiter. Innerhalb der verschiedenen Segmente bleibt die Förderung des Mittelstands das wichtigste Anliegen, aber auch der Schutz von Klima und Umwelt und die Begleitarbeit für deutsche Unternehmen ins außereuropäische Ausland bleiben Schwerpunkt der DEG-Tätigkeit. Am 21. April dieses Jahres wird es übrigens anlässlich des dann 50-jährigen Bestehens ein Tag der Offenen Tür stattfinden. Der Eintritt dazu ist frei. Das Motto des Jubiläums - „Mut zur Entwicklung. 50 Jahre DEG“ - ist bereits jetzt von der Nord-Süd-Fahrt aus sichtbar.


























