27. 05. 2012
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Französischer Autobauer will Deutschland-Geschäft neu ordnen
Der Wirtschaftsstandort Köln könnte bald einen seiner größten Arbeitgeber verlieren. Am gestrigen Mittwoch trafen sich Kölns Wirtschaftsdezernentin Ute Berg und Oberbürgermeister Jürgen Roters mit dem Geschäftsführer von Citroën Deutschland im Rathaus. Hintergrund sind Überlegungen des französischen Mutterkonzerns, seine deutschen Standorte neu zu sortieren. Bislang war die Deutschlandzentrale der Automarke Citroën in Köln-Porz ansässig. Für den Erhalt des Arbeitgebers am Standort wollen sich die Kölner Verantwortlichen nun einsetzen, meldete die Stadt am heutigen Donnerstag.
Citroën Deutschland-Geschäftsführer Holger Böhme informierte die Stadtspitze über die Pläne des französischen Autokonzerns. So könnten die Deutschlandzentralen von Peugeot in Saarbrücken und Citroën in Köln an einem Standort gebündelt werden. Auch der Standort Neu-Isenburg, Sitz der gemeinsamen Bank des Autokonzerns, ist im Rennen für die neue Zentrale. „Wir wollen alles in unserer Macht stehende tun, um die Zentrale in Köln zu halten und die Arbeitsplätze zu retten“, versicherten Roters und Berg unisono.
Köln wolle sich zudem als Sitz der Zentrale für beide Automarken positionieren, schließlich zählt die Millionenstadt dank der ebenfalls in Köln ansässigen Autokonzerne Ford und Toyota die Automobilwirtschaft zu einer ihrer mindestens zehn Leitbranchen. Vor allem die zentrale Lage könnten der Stadt und ihren Verantwortlichen helfen, das Unternehmen an den Standort zu binden. Mit einem Brief habe man bereits ein Gesprächsangebot an die französische Zentrale abgesandt. Falls gewünscht werden sich Berg und Roters auch persönlich nach Paris aufmachen, um dort mit dem zuständigen Automanager Olivier Dardart zu sprechen. Unterstützt wird die Stadt dabei auch aus Düsseldorf. Landesfinanzminister Dr. Norbert Walter-Borjans sprang seinem Parteifreund und früheren Dienstherrn zur Seite und will sich ebenfalls schriftlich an die Konzernspitze wenden, berichtete die Stadt abschließend.


























