27. 05. 2012
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Geld für eine bessere Nahversorgung
(ehu) Wer in Langel, Grengel, Fühlingen, Gremberghoven, Vogelsang, Weiß oder Esch wohnt, hat schlechte Karten, wenn‘s um den täglichen Einkauf geht. Das betrifft vor allem Senioren und Menschen ohne Auto. Denn der nächste „vollversorgende“ Supermarkt ist mehr als 700 Meter entfernt, Nahversorgung damit ein Fremdwort. Für Teile von Zollstock oder Chorweiler gilt das Gleiche. Um dies zu ändern, bewilligte der Rat im Oktober das „Zentrenbudget“. Dessen Ziel: Initiativen unterstützen, die ihr „Veedel“ wieder zu einem kleinen Einkaufszentrum verhelfen wollen.
Finanziell gefördert wird zum Beispiel eine Initiative in Vogelsang, wo ein Geschäft nach dem anderen geschlossen hat. Sie will herausfinden, was die rund 8500 Bewohner besonders vermissen und wie man diese Geschäfte dann ansiedeln kann. Damit soll der Jülicher Verein „DORV“ beauftragt werden. Dessen Name steht für „Dorfnahe Rundum-Versorgung“, was er im Stadtteil Barmen erfolgreich umgesetzt hat. Seitdem ist diese Bürgerinitiative Experte und Vorbild für andere.
Fast 50.000 Euro Fördermittel stehen noch für dieses Jahr im "Zentrenbudget" bereit
Unterstützt wird auch ein Zusammenschluss von Geschäftsleuten in Kalk, der den dortigen „trading down“-Effekt stoppen will, d.h, das kontinuierliche Schließen von Geschäften für die Grundversorgung. In diesem und im nächsten Jahr stehen je 50.000 Euro Fördermittel bereit, 2013 sollen es sogar 75.000 sein.
Der städtische Zuschuss für ein Projekt kann bis zu 50 Prozent betragen, maximal jedoch 2499 Euro. Es ist also ein Eigenanteil nötig – die städtische Förderung kann aber beim Einsammeln weiterer Mittel hilfreich sein. Gefördert werden weder Einzelpersonen noch einzelne Geschäfte, sondern immer nur private Initiativen und Netzwerke wie Bürgervereine, Eigentümer-, Interessen- oder Werbegemeinschaften. Für dieses Jahr können noch bis zum 15. Dezember Anträge gestellt werden, nächster Stichtag ist der 15. Februar 2012.
Weitere Informationen finden sie auch im Internet unter: www.stadt-koeln.de.

























