27. 05. 2012
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Kölner Wirtschaftsforscher sehen große Hürden bei Elektromobilität
Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) hat sich in seiner aktuellen Stellungnahme eher skeptisch zur Energiewende im Mobilitätsbereich geäußert. Auf dem Weg zur Etablierung von elektrobetriebenen Fahrzeugen in Deutschland gebe es noch viele, große Hürden, erklärten die Kölner Wirtschaftsforscher am heutigen Montag ausführten. So ist es das erklärte wie ehrgeizige Ziel, bis zum Jahr 2020 die Zahl der Elektrofahrzeuge in Deutschland auf bis zu eine Million zu steigern. Allerdings wird das Elektroauto auch im Jahr 2020 weiterhin eher ein "Nischen-Dasein fristen, wie das IW weiter meldete.
Die Wirtschaftsforscher begründen ihre Skepsis mit den Interessen und Berechnungsmaßstäben der Autoindustrie. So dürfte es für die Automobilindustrie effizienter sein, sich auf die Optimierung von Verbrennungsmotoren und die Verbesserung von Hybridfahrzeugen zu konzentrieren, wie nun eine aktuelle Studie des IW der Forschungsabteilung der Deutschen Bank zeigt. Auch aus Sicht der Verbraucher rechnet sich ein Elektroauto heute noch nicht. Derzeit muss ein Elektroautofahrer mindestens 300.000 Kilometer unterwegs sein, bis sich die höheren Anschaffungskosten durch die niedrigeren Verbrauchskosten kompensieren lassen. Der Marktanteil von Elektroautos dürfte selbst bei Annahme künftiger staatlicher Förderungen auch im Jahr 2020 nicht mehr als acht Prozent betragen, so die Prognose der Studienautoren. Bleiben diese "Subventionen" aus, sei ein Marktanteil von drei Prozent realistisch. Schwachpunkt derzeit sind vor allem die Batterien. Auch wenn in NRW-Unis wie Aachen und Münster fieberhaft und mit Millionengeldern aus dem Förderetat von Bund und Land NRW nach neuen innovativen Speichertechnologien geforscht und erste Erfolge zu vermelden sind. Die Anforderungen bleiben streng, wolle man auch in Sache Reichweite mit den bereits heute verfügbaren Benziner- und Hybrid-Modellen mithalten, so die Wirtschaftsforscher weiter.
Ein weiterer, einschränkender Faktor ist der prognostizierte und stetig zunehmende Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften in Deutschland. Alleine in den naturwissenschaftlichen und technikorientierten Fachgebieten wird der Bedarf an neuen Fachkräften pro Jahr von derzeit 20.000 auf 26.000 im Jahr 2020 ansteigen. Zugleich aber müsste das Meisterstück gelingen, trotz bereits weit gediehener Forschungen an den Batterien der Zukunft die Preise dieser so wichtigen Gerätschaften im emissionsfreien Automobil der Zukunft um rund 70 Prozent zu senken und gleichzeitig die Speicherfähigkeit aber im gleichen Zeitraum zu verdoppeln, so die Studienautoren Eric Heymann, Oliver Koppel und Thomas Puls abschließend.

























