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27. 05. 2012
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Menschen ab 50 werden zum Wirtschaftsfaktor


31.08.2011 16:43 von:

Schlagwörter: Köln,Christiane Schwaiger,Silver Economy,Broschüre,Wirtschaftsfaktor,50plus,Werb

"Silver Economy", so lautet ein Schlagwort, mit dem sich Unternehmen verschiedenster Branchen zukünftig möglicherweise deutlich intensiver beschäftigen müssen als bisher. Der Grund ist ein ganz einfacher. Menschen ab einem Lebensalter von 50 Jahren sind häufig kaufkräftig, gesundheitlich fit und konsumfreudig und es werden anteilig immer mehr. Der demografische Faktor der Alterung in Deutschland wird aber noch immer nicht ausreichend berücksichtigt, kritisiert die Kölner Unternehmensberaterin Christiane Schwaiger von skdemographic. Die Wirtschaftsexpertin hat in der neuen Broschüre der Bundesinitiative "Wirtschaftsfaktor Alter" gleich zwei Artikel veröffentlicht und gibt dabei Tipps, wie Unternehmen und Dienstleister zukünftig noch zielgerichteter auf die wachsende Gruppe der Älteren zugehen kann.

"Viele kleine und mittelständische Unternehmen könnten sich noch stärker auf die Bedürfnisse älterer Kundinnen und Kunden einstellen. Oft reichen relativ einfache Anpassungen bei Design oder Ergonomie, damit das Angebot auch die reife Kundschaft begeistert. Aber auch bei der Positionierung und Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen müssen sich Anbieter stärker auf die tatsächlichen Konsumbedürfnisse älterer Konsumenten einstellen", erklärte Schwaiger in einer heutigen Stellungnahme zur Veröffentlichung des neuen Leitfadens. Konsumenten wehren sich gegen stereotype Altersbilder Trotz der Dynamik, die die Silver Economy mittlerweile entwickelt hat, gehen viele Marketingstrategien an den tatsächlichen Bedürfnissen und Konsumwünschen Älterer vorbei, kritisiert Schwaiger. Dabei müssten nicht wenige Unternehmen auch die eigenen Stereotype, die sich mit dem Alter verbinden, einer kritischen Prüfung unterziehen.

Eine von Schwaiger nicht explizit genannte Blickrichtung dürfte sich dabei auch auf die Werbemedien richten, allen voran das Fernsehen. So messen sich insbesondere die konkurrierenden deutschen Privatsender noch immer und unverändert bei ihren Marktanteilen an der so genannten "werberelevanten Zielgruppe" der 14- bis 49-Jährigen. Mancher Sender vergisst bei der Veröffentlichung seiner Marktanteile sogar komplett, dass auch Zuschauerinnen und Zuschauer jenseits der 50er—Marke durchaus eine lohnende Zielgruppe sind, um die man sich bemühen sollte.

Mit ihrem Anliegen und der dahinter stehenden kritischen Haltung zum anhaltenden Jugendwahn in der Werbung greift die Kölner Autorin zudem die neuesten Erkenntnisse aus dem sechsten Altersbericht der Bundesregierung auf, der vor wenigen Tagen veröffentlicht wurde. Schuld an dem Image älterer Kunden und Zielgruppen sind nach Meinung der Autorin häufig genug stereotype Altersbilder, die der Vielfalt älterer Konsumenten nicht gerecht werden. Das spiegelt sich auch in den meisten Werbebotschaften wieder. Nur 27,5 Prozent der älteren Konsumenten meinten einer Umfrage der Fachzeitschrift Horizont zufolge, dass die Werbung für sie interessanter wurde. Daran aber muss sich angesichts der wachsenden Zahl älterer Konsumenten etwas ändern.

Den neuen Leitfaden "Zukunftsmarkt 50plus - Chancen und Herausforderungen für das verarbeitende Gerwerbe" können sie auch als pdf-Dokument aus dem Internet herunterladen. Den Link dazu finden sie auf der Internetseite: www.skdemographic.com.







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